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CAU-Präsidium komplett

Vizepräsidentin und Vizepräsidenten gewählt

Nachdem Professorin Simone Fulda am vergangenen Donnerstag, 1. Oktober, ihr Amt als Präsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) angetreten hat, fand nun die Wahl einer Vizepräsidentin und zweier Vizepräsidenten statt. Der Senat folgte dem Wahlvorschlag von Simone Fulda und wählte am Mittwoch, 7. Oktober, Professorin Nele Matz-Lück sowie Professor Markus Hundt und Professor Eckhard Quandt. Gemeinsam mit Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer bilden sie ab sofort das fünfköpfige Präsidium der Landesuniversität. Die Amtszeit der Vizepräsidentin und der Vizepräsidenten beträgt drei Jahre.

Fulda und Meyer beglückwünschten die neuen Präsidiumsmitglieder herzlich zur Wahl. „Das neue CAU-Präsidium ist damit komplett! Dem Senat möchte ich dafür danken, dass er meinem Vorschlag entsprochen hat und für das Vertrauen, dass er uns damit entgegenbringt. Herzlichen Dank auch an Frau Matz-Lück, Herrn Quandt und Herrn Hundt, dass sie sich für das Amt zur Verfügung stellen. Gemeinsam werden wir viel erreichen!“, so Fulda. „Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit im neuen Präsidium! Nicht nur das kommende hybride Wintersemester hält neue Herausforderungen für uns bereit, die wir nun in voller Stärke bewältigen werden“, ergänzte Meyer.

Gruppenbild
© Jürgen Haacks, Uni Kiel

Das neue Präsidium der Kieler Universität (von links, 1. Reihe): Markus Hundt, Nele Matz-Lück und Eckhard Quandt. (2.R.v.l.) Simone Fulda und Claudia Ricarda Meyer. Im Hintergrund die Mitglieder des Senats der Universität.

Studium & Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung

Das Amt des Vizepräsidenten für Studium & Lehre sowie wissenschaftliche Weiterbildung vertritt Professor Dr. Markus Hundt. Der 55-jährige Germanist studierte an den Universitäten Tübingen und Freiburg im Breisgau, wo er zunächst das Staatsexamen Lehramt an Gymnasien und im Anschluss das Magisterexamen ablegte. Für seine Promotion über „Modellbildung in der Wirtschaftssprache“ erhielt er 1994 den Hermann-Paul-Preis der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Es folgte eine Lehrtätigkeit in Freiburg und wissenschaftliche Assistenz an der Technischen Universität Dresden. Hier wurde er 1999 im Fachbereich „Germanistische Sprachwissenschaft“ habilitiert, erhielt die Lehrbefugnis als Hochschuldozent und übernahm Vertretungsprofessuren an der Technischen Universität Chemnitz, an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt an der Oder und 2006 schließlich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Mit dem 1. Oktober 2006 wurde er zum Professor für Deutsche Philologie / Deutsche Sprachwissenschaft am Germanistischen Seminar der Kieler Universität ernannt. An der Kieler Universität beteiligte er sich aktiv an der Akademischen Selbstverwaltung und Lehrorganisation. Er war unter anderem mehrere Jahre Mitglied im Studienausschuss der Philosophischen Fakultät und im Zentralen Ausschuss für Lehrerbildung an der CAU. Darüber hinaus ist er seit 2008 Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes, dem ältesten Begabtenförderungswerk Deutschlands. Von 2010 bis 2014 war Markus Hundt Dekan der Philosophischen Fakultät der CAU und 2016 bis 2020 stellvertretendes Mitglied des Senats.

Seine vielfältigen Erfahrungen will Hundt aktiv in sein Amt als Vizepräsident einbringen: „Die akademische Lehre bildet mit der Forschung den Kern dessen, was eine Universität ausmacht. Deshalb ist es wichtig, Forschung und Lehre als miteinander verbundene Bereiche zu verstehen, die auf aktuelle Fragen und Probleme der Gesellschaft Antworten suchen. Um dazu beitragen zu können, möchte ich die Bereiche Studium, Lehre und wissenschaftliche Weiterbildung stärken, ausbauen und qualitativ weiterentwickeln.“

Internationales, Nachwuchs, Gleichstellung und Diversität

Das Amt der Vizepräsidentin für Internationales, Nachwuchs, Gleichstellung und Diversität vertritt Professorin Dr. Nele Matz-Lück, LL.M (46). Sie ist seit 2011 Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Völkerrecht, insbesondere Seerecht, an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Co-Direktorin des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht. Darüber hinaus ist sie Sprecherin des Netzwerks Future Ocean und war mehrere Jahre Mitglied der Steuerungsgruppe des universitären Forschungsschwerpunkts Kiel Marine Science. An der Dalhousie University in Halifax, Kanada, hat sie den Status eines Adjunct Professor. Zwischen 2013 und 2018 war sie zudem Adjunct Professor am K.G. Jebsen Centre for the Law of the Sea an der Arktischen Universität Norwegens, Tromsö. Seit 2018 ist sie Mitglied des Landeverfassungsgerichts Schleswig-Holstein. Vor ihrem Ruf an die CAU war sie als Wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für Ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg tätig. Während dieser Zeit war sie zudem für zwei Jahre als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. Nele Matz-Lück wurde im Jahr 2003 in Heidelberg mit einer völkerrechtlichen Arbeit promoviert und habilitierte sich auch dort. Neben dem Abschluss des Ersten und Zweiten Juristischen Staatsexamens schloss sie einen interdisziplinären LL.M.-Studiengang an der Universität Aberystwyth, Wales, im Fach „Environmental Law and Management“ ab. Im Zentrum ihrer Forschungs- und Publikationstätigkeiten stehen neben dem internationalen Seerecht das Umweltvölkerrecht und das Recht der völkerrechtlichen Verträge.

Als Vizepräsidentin verantwortet Matz-Lück verschiedene Querschnittsthemen, die die zentralen Aufgaben der Universität verbinden: „Eine exzellente Universität zu sein, bedeutet nicht nur hervorragende Leistungen in Forschung, Lehre und Transfer zu erbringen, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen für Internationalisierung, Nachwuchsförderung, Gleichstellung und Diversität zu schaffen. Ich sehe meine Aufgabe darin, diese Querschnittsthemen im Präsidium so zu vertreten, dass wir gemeinsam Strategien und Strukturen erarbeiten können, die es dann für die gesamte Universität umzusetzen gilt.“

Forschung, Transfer, wissenschaftliche Infrastruktur, Digitalisierung

Das Amt des Vizepräsidenten für Forschung, Transfer, wissenschaftliche Infrastruktur, Digitalisierung vertritt Professor Dr.-Ing. Eckhard Quandt (60). Mit seiner Ernennung werden erstmals die Ressorts Digitalisierung und wissenschaftliche Infrastruktur mit einem Vizepräsidenten verankert. Quandt begann 1979 sein Studium an der Kieler Universität und wechselte 1980 zum Physikstudium an die Technische Universität Berlin, wo er 1990 promoviert wurde. 2000 wurde er an der Universität Karlsruhe in Werkstoffkunde habilitiert. Seit seiner Promotion arbeitet er in der Materialwissenschaft, bis 1999 am (Kern)Forschungszentrum Karlsruhe und bis 2007 am Center of Advanced European Studies and Research (caesar) in Bonn. Im Dezember 2006 folgte er dem Ruf auf die W3-Professur für Anorganische Funktionsmaterialien an die Technische Fakultät der Kieler Universität. An der CAU war er von 2009 bis 2012 Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Nanowissenschaften und Oberflächenforschung“, von 2010 bis 2014 Sprecher des Sonderforschungsbereiches 855 „Magnetoelektronische Verbundwerkstoffe“ sowie von 2010 bis 2012 Mitglied im Senat der CAU. Von 2012 bis 2014 war er zunächst Prodekan und 2014 bis 2016 Dekan der Technischen Fakultät. Seit 2016 ist er Sprecher des Sonderforschungsbereiches 1261 „Magnetoelectronic Sensors“. 2016 erhielt er die persönliche Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ein fünfjähriges Reinhart Koselleck-Projekt, um keramische Formgedächtniswerkstoffe zu erforschen. 2018 wurde er zusammen mit der Ausgründung Acquandas GmbH mit dem 1. Preis des Petersen Innovations-Transfer-Preises für eine „Innovative Technologie-Plattform für neue bioelektronische und mikrotechnische Medizintechnik-Produkte“ ausgezeichnet. Er war für zwei Wahlperioden Mitglied des Fachkollegiums „Materialwissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ist Mitglied der Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Anlässlich seiner Wahl zum Vizepräsidenten der CAU sagte Quandt: „Für erfolgreiche Lösungen zu großen gesellschaftlichen Fragestellungen sind die Innovationen, die durch exzellente Forschung an den Universitäten erreicht werden, eine ganz wesentliche Grundlage. Ich freue mich daher sehr, in meinem zukünftigen Amt hierfür Impulse geben zu können und mit beizutragen, möglichst optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Forschung und den Transfer sowohl in Anwendungen als auch in die Gesellschaft zu schaffen.“

Pressekontakt

Claudia Eulitz
kommissarische Pressesprecherin, Sachgebietsleitung Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation