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Müllsammelaktion der Kieler Forschungswerkstatt zum weltweiten Coastal Cleanup Day

Am Donnerstag, 19. September, beteiligt sich die Kieler Forschungswerkstatt wieder am jährlichen Coastal Cleanup Day. Bereits zum siebten Mal koordiniert das Schülerlabor der Kieler Universität und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in diesem Jahr die Reinigungsaktion mit Schulklassen an den Stränden in der Kielregion. „In den Angeboten im ozean:labor thematisieren wir immer auch die Vermüllung der Meere“, so Katrin Knickmeier, Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt. „Um jedoch nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch aktiv etwas gegen die zunehmende Verschmutzung zu tun, haben wir im Jahr 2013 diese Sammelaktion an der Kieler Förde initiiert.“

Entscheidend für den Erfolg des Coastal Cleanup Days in Kiel ist die Zusammenarbeit mit den Schulen. Diese übernehmen jeweils die Verantwortung für einen oder zwei Strandabschnitte unterschiedlicher Länge. Um die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Aktion zu erleichtern, findet die Aktion an der Kieler Förde traditionell nicht am Wochenende statt. Aufgrund des weltweiten Klimastreiks #ALLEFÜRSKLIMA wird in diesem Jahr jedoch nicht wie gewohnt am Freitag, sondern bereits am Donnerstag, 19. September 2019, gemeinsam Müll gesammelt.

Da es sich bei der Sammelaktion für Schulklassen um eine geschlossene Veranstaltung handelt, können sich Privatpersonen hier leider nicht spontan beteiligen. Wer sich aber am weltweiten Termin am Samstag, 21. September, privat einer Gruppe anschließen möchte, ist an folgenden Standorten herzlich willkommen:

  • Der BUND trifft sich am Samstag, den 21.09.2019 um 10 Uhr in Möltenort, Uferweg/Ecke Fritz-Lau-Straße am Kiosk am Strandaufgang: https://goo.gl/maps/J6TfZ5ThVfy
  • Die NABU-Gruppe Kiel trifft sich um 10 Uhr in Stein/Laboe am Parkplatz An der Au 2

Hintergrundinformation zum Coastal Cleanup Day

Jährlich werden weltweit mehr als 300 Millionen Tonnen Plastik produziert. Hiervon landen nach Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) bis zu 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr als Müll in den Ozeanen. Dies geschieht über verschiedene Wege wie die Fischerei und die Schifffahrt, die Offshore-Industrie, Müllkippen oder Abwässer und Flüsse.

Um auf die Verschmutzung der Gewässer durch unachtsam weggeworfenen Müll hinzuweisen, führt die Organisation „Ocean Conservancy“ seit mehr als 30 Jahren jährlich am dritten Samstag im September den International Coastal Cleanup Day durch. Weltweit treffen sich Menschen, um an Ufern und Stränden von Flüssen, Seen und Meeren gemeinsam Müll zu sammeln. Die Funde werden sortiert, gezählt und nach einem international einheitlichen Schema erfasst und gemeldet. Im Jahr 2018 haben beim International Coastal Cleaunup Day mehr als eine Millionen Menschen 97.457.984 Müllteile gesammelt. Bei der Reinigungsaktion in Kiel befreiten im vergangenen Jahr über 1.000 Teilnehmende knapp 25 Kilometer Strandlinie an der Küste von 1,8 Tonnen Müll.

Über die Kieler Forschungswerkstatt

In den thematischen Laboren der Kieler Forschungswerkstatt beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Lehramtsstudierende mit wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Meeres- und Nanowissenschaften, erfahren mehr über die gesellschaftlichen Aspekte von Energie, erhalten Zugang zu aktuellen Themen aus der humanmedizinischen und biologischen Forschung oder lernen, warum Boden mehr als nur Dreck ist. Die geisteswissenschaftlichen Werkstätten bieten Angebote aus dem Bereich Sprache und Theologie sowie zu historisch-politischen Themen. Zentrale Aufgaben der Kieler Forschungswerkstatt sind die Breiten- und Spitzenförderung junger Menschen ab dem Grundschulalter sowie die Lehreraus- und -weiterbildung.

Kontakt:

Henrike Bratz
Kieler Forschungswerkstatt
0431/880-5916
info@forschungs-werkstatt.de

Heike Groth
Kieler Forschungswerkstatt
0431/880-5696
groth@leibniz-ipn.de  

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation