Kiel University Interfaces

Der Kieler Weg

Mit ihrem Antrag „Kiel University Interfaces“ für den Titel einer „Exzellenzuniversität“ verfolgt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) einen besonderen Ansatz, den Kieler Weg. Er basiert auf einem aufgeschlossenen Dialog, der Zusammenarbeit der Fächer (Interdisziplinarität) und fruchtbaren Kooperationen mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft und strategischen Partnern (Transdisziplinarität). Als Landesuniversität Schleswig-Holsteins mit einer hervorragenden Forschungsumgebung sowie herausragenden Forschenden, Studierenden und Beschäftigten lädt die CAU ein zur Begegnung – auf dem Campus, mit der Stadt und der Region. 

Die CAU als Exzellenzuniversität

In den vergangenen Jahren hat sich die CAU als pluralistische und forschungsstarke Volluniversität intern differenziert und sich durch die Bündelung und Verschränkung disziplinärer Wissensräume, die Interfaces, ein neues Profil gegeben. Dazu gehört die Gestaltung von inter- und transdisziplinären Lehrformaten sowie integrativen Forschungsagenden. Sie haben das Fundament für den Erfolg der Universität in der Exzellenzinitiative gelegt. Kiel setzt nun zum Sprung an, eine Exzellenzuniversität neuen Typs zu werden. Dabei setzt die CAU besonders auf die Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern als „future minds“, Chancengleichheit und die Förderung von individuellen Talenten, die den Kulturwandel der Wissenschaft hin zur Inter- und Transdisziplinarität maßgeblich prägen werden.

Räume öffnen, Brücken bauen, Menschen fördern

Um Menschen zu fördern, sie in ihren Karrieren voranzubringen und mit ihnen neue Wissensfelder zu erschließen, schafft die CAU Ermöglichungsräume, die transfakultäre Forschungskulturen beschleunigen. Sie bieten Gelegenheit für Begegnungen sowie den Austausch der disziplinären Wissenschaftskulturen und fördern gemeinsame Forschungsaktivitäten.

Interfaces sind der Schlüssel des Erfolgs der Kieler Universität und werden auch zukünftig ihre besondere Stärke sein. Interfaces eröffnen Räume und bilden Brücken, zum Beispiel zwischen einzelnen Forschungsgruppen, Fächern und Fakultäten, aber auch zwischen der CAU, der Gesellschaft, der Politik oder der Wirtschaft.

Motor für die Region

Mit verschiedenen baulichen, strukturellen und persönlichen Maßnahmen will die CAU die Entstehung neuer Interfaces für alle Mitglieder fördern. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen an der Universität die Möglichkeit haben, einander zu begegnen, sich auszutauschen und Räume wie auch Freiräume bekommen, gemeinsam innovative Wege zu beschreiten. Die Universitätsleitung unterstützt sie hierbei.

Die CAU nimmt dabei auch die Rolle eines innovativen Motors für die Region wahr. Sie unterstreicht das mit einer Vielzahl an Maßnahmen für eine noch stärkere Zusammenarbeit mit der Gesellschaft. In den kommenden Jahren wird die CAU das Stadtbild durch eine verbundene Bauentwicklung von Campus und Stadt prägen (Kiel.Science.City) und auch hierbei den Wissensaustausch auf allen Ebenen – von der räumlichen Begegnung bis zum intellektuellen Diskurs und neuen Beteiligungsmöglichkeiten – fördern

Der Weg zum Exzellenzantrag

Erfolgreich in der Exzellenzstrategie

Als eine von nur 19 deutschen Spitzenuniversitäten konnte die CAU mindestens zwei Cluster im Zuge der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder einwerben: Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen („Precision Medicine in Chronic Inflammation“, PMI) und „ROOTS – Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten“). Sie werden bis ins Jahr 2026 mit rund 100 Millionen Euro gefördert. Die Bekanntgabe, welche Forschungsverbünde gefördert werden, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im September 2018 war zugleich auch der Startschuss für den Antrag der CAU auf den Titel der Exzellenzuniversität, der zweiten Förderlinie der Exzellenzstrategie.

Kiel University Interfaces - Ein gemeinsamer Prozess

Auch die Ausgestaltung des Antrages selbst folgte dem Leitgedanken des Kieler Weges. Der Antrag ist das Ergebnis eines langen gemeinschaftlichen Prozesses unter Einbeziehung verschiedener Gruppen der Universität. Beginnend mit einer großen Kick-off-Veranstaltung im September 2016, gefolgt von Denk- und Querschnittsgruppen und campusweiten Informations- und Beteiligungsveranstaltungen, entstand der Antrag in einem permanenten Dialog zwischen der Universitätsleitung, Gremien, Statusgruppen, Einrichtungen und zahlreichen Universitätsmitgliedern.

Der Höhepunkt auf diesem Weg war die Exzellenzwerkstatt am 13. Juni 2018, bei der alle Universitätsangehörigen – von der Technikerin bis zum Präsidenten, vom Studenten bis zur Kanzlerin – aufgerufen waren, Ideen für eine exzellente CAU zusammenzutragen. Gemäß der Devise: Nur gemeinsam können wir jenseits bestehender Grenzen denken und diese überwinden. Über 300 Ideen wurden an diesem Tag gesammelt, von denen jede einzelne vom Präsidium besprochen wurde. Einige wurden anschließend in eigens dafür eingerichteten Denkgruppen mit Expertinnen und Experten sowie Ideengebern und Ideengeberinnen diskutiert. Der Austausch mit der gesamten Universität war der Universitätsleitung für die Ausgestaltung des Antrages wichtig und wird auch nach seiner Einreichung fortgesetzt, um bereits erste Ideen umzusetzen.

Auf der Exzellenzwerkstatt am 13. Juni 2018 waren alle Statusgruppen der CAU aufgerufen, Ideen für eine exzellente Universität zusammenzutragen.

Projekt des Monats

Zahlreiche der Ideen aus der Exzellenzwerkstatt, die nicht in den Antrag einfließen konnten, werden weiterverfolgt. So entstand das »Projekt des Monats«: Jeden Monat wird eine der bereits umgesetzten Ideen der CAU-Hochschulöffentlichkeit im Intranet vorgestellt. Im Sinne der »Kiel University Interfaces« werden so neue Möglichkeiten des wissen­schaft­lichen Dialogs und kollegialen Miteinanders zwischen allen Hochschulangehörigen bereits verwirklicht.

Zum Projekt des Monats (uni-intern)

Die Begehung der CAU im Frühjahr 2019

Nachdem der Exzellenzantrag am 10. Dezember 2018 eingereicht wurde, wird am 1. und 2. April 2019 ein 21-köpfiges externes Begutachtungsgremium die CAU besuchen, um sich vor Ort selbst ein Bild von den „Kiel University Interfaces“ zu machen. Zahlreiche Universitätsangehörige – Studierende, wissenschaftlicher Nachwuchs, Beschäftigte sowie Professorinnen und Professoren –  werden dann unseren Kieler Weg präsentieren.

Kontakt:

Projektleitung:

Pascal Sadaune
Leitung des Geschäftsbereichs "Strategie und Planung"
psadaune@uv.uni-kiel.de

Projekteam: