Forschungs­infrastruk­turen

Exzellente Forschungsinfrastrukturen sind wichtige Bauteile im Innovationsmotor der CAU und stärken das Land Schleswig-Holstein als Wissenschaftsstandort. Sie umfassen Einrichtungen, Anlagen, Ressourcen und Dienstleistungen, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre Forschung benötigt werden.

Im Sinne eines fachübergreifenden Verständnisses von Transfer stehen die Forschungsinfrastrukturen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nicht nur anderen Hochschulen, sondern auch außeruniversitären und privaten Einrichtungen offen.

Forschungsinfrastrukturen wie das Zentrum Molekulare Biowissenschaften oder das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik genießen bundesweit einen hervorragenden Ruf und bieten internationalen Forscherinnen und Forschern exzellente Arbeitsbedingungen.

Das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften steht für Interdisziplinarität und wissenschaftliche Interaktion. Das markanten Gebäude, das auf dem CAU-Campus als "Amöbe" bekannt ist, beherbergt nicht nur den Gerätepark des Zentrums sondern auch die Genomdatenbank Popgen.

Einrichtungen der CAU

Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

Interdisziplinarität und wissenschaftliche Interaktion bestimmen das Konzept des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften (ZMB). Der Zusammenschluss von Forschungsgruppen der Medizinischen, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen sowie der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät bildet eine idealtypische Struktur hochspezialisierter, molekularbiologischer und molekulargenetischer Forschung.

Inhaltlich wird im ZMB daran gearbeitet, die molekulare Diversität biologischer Systeme aufzudecken und zu verstehen. Darüber hinaus wird hier erforscht, wie Barriereorgane als entscheidende Interaktionszone zwischen komplexen Organismen und ihrer Umwelt funktionieren. Insbesondere untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im ZMB genetische Variationen, die in Bezug zu komplexen Erkrankungen und ernährungsbedingten Risikokonstellationen (molekulare Ernährung) stehen sowie züchterisch wertvolle Eigenschaften bei Nutzpflanzen und Nutztieren (Agrar).

Zum Webauftritt des ZMB

Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt

Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt

Die Kultivierung der Umwelt ist zur wichtigsten Aufgabe des Menschen geworden. Welche ethischen Fragen und Probleme, Herausforderungen und Chancen mit dem Selbstverständnis des Menschen in der Natur verbunden sind, umfasst das Forschungsgebiet des Gustav-Radbruch-Netzwerks für Philosophie und Ethik der Umwelt. Es ist eine gemeinsame Einrichtung aller acht Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Expertinnen und Experten der Philosophie, Medizin und Wirtschaftsethik, der Theologie, Kultur- und Meereswissenschaften arbeiten hier zusammen an Fragestellungen rund um Natur-, Lebens- und Kulturwissenschaften. Somit stärkt es die ethischen Reflexionskompetenzen und die interdisziplinäre Verständigung innerhalb der Einzelwissenschaften. Zudem beteiligt es sich an Lehrangeboten im Bereich „Philosophie und Ethik der Umwelt“. Das Netzwerk entwickelt und koordiniert zudem Forschungsvorhaben und kooperiert mit den Forschungsschwerpunkten der Universität sowie den Fakultätsschwerpunkten.

Zum Webauftritt des Gustav-Radbruch-Netzwerkes

Kiel Evolution Center (KEC)

Kiel Evolution Center (KEC)

Das Kiel Evolution Center (KEC) ist eine interaktive Plattform, die Aktivitäten der Evolutionsforschung in Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit in Kiel und Umgebung integriert und koordiniert. Neben der Unterstützung von Aktivitäten in den Kernbereichen der Evolutionsbiologie zielt das KEC gezielt darauf ab, den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Bereich der Evolutionsbiologie und anderer Disziplinen zu fördern, um innovative und nachhaltige Lösungen für die aktuellen, großen Herausforderungen in Medizin, Landwirtschaft und Naturschutz zu entwickeln.

Zum Webauftritt des Kiel Evolution Center

Zentrum für Entrepreneurship (ZfE)

Zentrum für Entrepreneurship (ZfE)

Viele Studierende träumen von etwas anderem als einem Angestelltenverhältnis und haben kreative Ideen für die Selbstständigkeit. Aber mit der Idee allein kommen sie nicht weit. Viele Fragen tun sich ihnen auf: Woher bekommt man das Startkapital? Und wie findet man Kundschaft, die das Produkt oder die Dienstleistung kaufen wollen? Die schiere Menge an Ungewissheiten und bürokratischen Fallstricken hindert viele Menschen an der Umsetzung ihres Plans.

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE), professionelle Unterstützung für Start-ups an. In Beratungsgesprächen und verschiedenen Formaten hilft das ZfE Gründerinnen und Gründern dabei, ihr Geschäftsmodell zu festigen. Ein großes Netzwerk an Partnerinnen und Partnern wie der Industrie- und Handelskammer zu Kiel sowie der Investitionsbank Schleswig-Holstein und privaten Investorinnen und Investoren hilft beispielsweise bei Stipendien, Förderungen und Startkapital.

Zum Webauftritt des Zentrums für Entrepreneurship

Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung

Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung

Das Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung fasst ein neues 3 MV Tandetron Beschleuniger-Massenspektrometer (AMS) und das ehemalige Radiokarbonlabor sowie das Massenspektrometrielabor zusammen.

Das Leibniz-Labor datiert Proben, die nach einer chemischen Vorbehandlung mindestens 1 Milligramm Kohlenstoff enthalten. Die Messgenauigkeit dieser Datierung ist für Proben, die jünger als 2000 Jahre sind, bestens geeignet. Das gemessene Alter einer Probe kann mit einer Genauigkeit von weniger als 40 Jahren Abweichung angegeben werden. Für ältere Proben reduziert sich die Messgenauigkeit entsprechend. Als Proben eignen sich zum Beispiel Holz, Holzkohle, Knochen, Muscheln, Pflanzenreste, Stoffreste oder Torf.

Rund 3000 Proben kommen jedes Jahr ins AMS-Labor zur Altersbestimmung. Neben dem angebotenen Datierungsservice ist das Leibniz-Labor aktiv in Forschungsprojekten eingebunden, die mittels der C-14-Methode sowie durch die Analyse stabiler Isotope Fragestellungen aus unterschiedlichsten Bereichen aufklären können.

Zum Webauftritt des Leibniz-Labors für Altersbestimmung und Isotopenforschung

Gemeinsame Einrichtungen mit Partnerinnen und Partnern

Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik

Neuartige medizinische Implantate, superelastische Metalle, extrem sensitive Sensoren: Im Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik an der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel werden wesentliche Grundlagen für neue Werkstoffe und Anwendungen als Sensoren oder Aktuatoren geschaffen.

Das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik bildet dabei eine Schnittstelle zwischen Universität und Industrie: Auf über 600 Quadratmetern Nutzfläche bringt es aktuelle Forschungsergebnisse aus der Nanotechnologie in die wirtschaftliche Anwendung und macht sie für Bereiche wie Energietechnik, Medizintechnik oder Informationstechnologie nutzbar. Es ist damit zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Ausgründungen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus Schleswig-Holstein und darüber hinaus, die ihre Projektideen in die Tat umsetzen möchten.

Das Kompetenzzentrum Nanosystemtechnik kooperiert eng mit dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe sowie mit seinen weiteren Partnern, der Acquandas GmbH, der PhiStone AG und der VON ARDENNE GmbH.

Zum Webauftritt des Kompetenzzentrums Nanosystemtechnik

Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin (Comprehensive Center for Inflammation Medicine - CCIM)

Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin (Comprehensive Center for Inflammation Medicine - CCIM)

Das Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin ist eine Großambulanz für Entzündungserkrankungen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und ist Teil des Exzellenzclusters „Inflammation at Interfaces“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ziel des Zentrums ist es, Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden chronisch-entzündlichen Erkrankungen möglichst effizient und rasch in eine interdisziplinäre Behandlung zu überführen.

Im Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin arbeiten Entzündungsexpertinnen und -experten aus den Fachbereichen Magen-Darm, Niere, Leber und Lunge, Rheumatologie, Kardiologie und Immunologie sowie Ärztinnen und Ärzte aus der Autoimmunsprechstunde der Hautklinik interdisziplinär zusammen. Durch den engen und regelmäßigen Kontakt zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Exzellenzclusters „Inflammation at Interfaces“ werden Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die alltägliche Praxis umgesetzt. Neue Wirkstoffe aus der Forschung kommen somit den Erkrankten im Rahmen von klinischen Studien zugute.

Zum Webauftritt des Exzellenzzentrums Entzündungsmedizin

Competence Centre for Genome Analysis Kiel (CCGA Kiel)

Mit dem Competence Centre for Genome Analysis Kiel (CCGA Kiel) verfügt die CAU über eines von vier deutschen Kompetenzzentren für modernste Genomanalysen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Zentrum ist spezialisiert auf Hochdurchsatzsequenzierungen von Genomen. Durch die DFG-Förderung werden zusätzlich zu den bereits vorhandenen Geräten ein neues „NovaSeq“-Sequenziergerät und ein ultraschneller Rechenserver angeschafft. Mit Hilfe dieses Gerätesystem können Kieler Genomforschende Proben vier Mal so schnell analysieren wie mit dem bisher leistungsfähigsten Kieler Sequenzierer.

Im CCGA Kiel soll die Fähigkeit gefördert werden, komplexe genetische Analysen aus einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern zu bearbeiten und zu interpretieren. Dazu ist ein breites Netzwerk von Expertinnen und Experten notwendig, um die sehr unterschiedlichen Anwendungsgebiete abzudecken. Für das Kieler Zentrum sind deshalb neben CAU-Forschenden auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs weiteren Institutionen beteiligt: dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Forschungszentrum Borstel, der Universität zu Lübeck, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön, dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen und der Universität des Saarlandes. Gemeinsam tragen sie mit ihrer jeweiligen Expertise dazu bei, bei Kolleginnen und Kollegen bei neuen Forschungsprojekten zu beraten und sie bei der Analyse der dabei entstehenden riesigen Datenmengen zu unterstützen.

Zur Pressemitteilung zur Gründung des Competence Centre for Genome Analysis Kiel

DESY Joint Labs

DESY Joint Labs

Rubrecht-Haensel-Labor

Im Rubrecht-Haensel-Labor forschen die CAU und das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, gemeinsam. Kieler Arbeitsgruppen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Materialwissenschaften, Theorie und Physik des Kieler Forschungsschwerpunktes Nanowissenschaften und Oberflächenforschung (KiNSIS) beteiligen sich dort aktiv an der Weiterentwicklung und Nutzung der Synchrotronstrahlungsquellen bei DESY.

Zu den Experimentiertechniken des Ruprecht-Haensel-Labors gehören zum Beispiel Untersuchungen am Kieler Instrument LISA, in dem das Röntgenlicht von PETRA III und der Strahl eines leistungsstarken Kurzzeitlasers synchronisiert auf Flüssigkeiten gelenkt werden können. Damit können Herstellungsprozesse für Nanomaterialien oder biochemische Prozesse an Zellmembranen im Detail erforscht werden. An PETRA III kommt auch das in Kiel entwickelte Photoelektronenspektrometer ASPHERE III zum Einsatz, das zu einem besseren Verständnis von Materialeigenschaften und Funktionsweisen beitragen wird. Es ermöglicht, einzelne Elektronen in Materialien und elektronischen Bauteilen zu untersuchen.

Photon Science-Gebäude (im Bau)

Die zukünftige DESY Zentrale für Nanoforschung soll auch das Ruprecht-Haensel-Labor beherbergen. Die technisch aufwendigen Labore im Erdgeschoss werden insbesondere neue Methoden für die Nanoforschung ermöglichen. Sie bieten ideale Bedingungen für die Strukturierung, Herstellung, Charakterisierung und Markierung von Nanoproben, die dann in dem hochintensiven Röntgenlicht der Forschungsanlagen PETRA III oder FLASH untersucht werden.

Zur Pressemitteilung zum Spatenstich des Photon-Science-Gebäudes

 

aDNA-Labor

aDNA-Labor

Das aDNA-Labor wurde 2008 von der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ und der Medizinischen Fakultät der CAU gegründet. Die Analyse von aDNA (alte DNA) wird derzeit am Institut für Rechtsmedizin sowie am Institut für Klinische Molekularbiologie durchgeführt.

Die Forschungsthemen reichen von Geschlechts- und Verwandtschaftsanalysen bis hin zur Populationsgenetik und evolutionären Studien von Infektions- und Entzündungskrankheiten. Die neue, hochmoderne aDNA-Anlage wird durch Mittel des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Zum Webauftritt des aDNA-Labors

Kieler Forschungswerkstatt

Kieler Forschungswerkstatt

Die Kieler Forschungswerkstatt bietet Schülerinnen und Schülern sowie ganzen Schulklassen Einblicke in die neueste Forschung an der CAU. Auch Lehramtsstudierende profitieren: Sie sammeln Lehrerfahrung und besuchen ergänzende Fortbildungen. Diese enge Zusammenarbeit der  CAU-Forschungsschwerpunkte und der Fachdidaktik am Institut für die Pädagogik der Naturwis­sen­schaften und Mathematik (IPN) zeichnet die Forschungswerkstatt aus. Sie war auch ein ausschlaggebender Faktor für die Bewilligung des neuen Leibniz-Wissen­schaftscampus „KiSOC – Kiel Science Outreach Campus“.

Die Forschungswerkstatt beherbergt neun Schwerpunktlabore: geo:labor, zoom:labor,  klick!:labor, ozean:labor, energie:labor, life-Labor und denk:labor sowie das sprach:werk und das zeit:werk.

Zum Webauftritt der Kieler Forschungswerkstatt

Molecular Imaging North Competence Center (MOIN CC)

Molecular Imaging North Competence Center (MOIN CC)

Das Molecular Imaging North Competence Center (MOIN CC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet eine Technologie- und Kooperationsplattform für Forschende und Unternehmen der Life Science-Branche. Einer der Schwerpunkte liegt in der molekularen Bildgebung, die als eines der dynamischsten Innovations- und Wachstumsfelder innerhalb der Biomedizintechnik gilt. Ihre erfolgreiche Entwicklung ermöglicht über genauere Diagnostik eine individuell auf Patientinnen und Patienten zugeschnittene Therapie und damit bessere Heilungschancen.

Das MOIN CC wird von der Sektion Biomedizinische Bildgebung, Klinik für Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) betrieben. Das Labor wurde vordergründig als eine zentrale Einheit für akademische Nutzerinnen und Nutzer eingerichtet. Gleichzeitig  erbringt es aber auch im Rahmen der „MOIN Services“ bildgebende Dienstleistungen für den privaten Sektor und für biomedizinische Unternehmen in Norddeutschland und darüber hinaus.

Zum Webauftritt des Molecular Imaging North Competence Center

European XFEL

European XFEL

Das European XFEL ist ein internationales Forschungsinstitut der Superlative: Hier werden extrem kurzwellige und hochauflösende Röntgenlaserblitze erzeugt, die völlig neuartige Möglichkeiten für die Wissenschaft eröffnen. Mit seiner Technologie wird der weltweit größte Freie-Elektronen-Laser im Röntgenbereich aber nicht nur neue Forschungsgebiete erschließen, sondern auch die Innovation bei industriellen Anwendungen stark vorantreiben.

CAU-Forschende werden am European XFEL eigene Materialproben untersuchen und innerhalb eines internationalen Konsortiums neue Experimente in der Photoelektronenspektroskopie mitentwickeln. Die interdisziplinäre Grundlagenforschung am XFEL könnte langfristig neue Medikamente und Werkstoffe ermöglichen sowie leistungsfähigere Solarzellen und Computer, künstliche Photosynthese oder bessere Katalysatoren für effizientere Produktionsverfahren in der chemischen Industrie.

Zum Webauftritt des European XFEL

Forschungs­datenmanagement

Forschungsdatenmanagement an der CAU

Forschungsdatenmanagement an der CAU

Die CAU versteht sich als eine forschungsstarke Universität verbundener Wissenschaftskulturen. Große, gesellschaftlich relevante Themen wie Meereswissenschaften, Gesellschaft im Wandel, Nanoforschung sowie Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt werden hier konsequent interdisziplinär behandelt. Die vier etablierten Forschungsschwerpunkte der CAU – Kiel Marine Science (KMS), Kiel Life Science (KLS), Kiel Nano, Surface, and Interface Science (KiNSIS) und Societal, Environmental, and Cultural Change (SECC) – sind entsprechend fachübergreifend aufgestellt und werden durch zahlreiche Verbundprojekte, wie Exzellenzcluster oder Sonderforschungsbereiche gestärkt.

Ausgehend von den bereits existierenden Datenmanagement-Initiativen an der CAU wird eine transdisziplinär nutzbare virtuelle Umgebung für Forschungsdaten entwickelt. Grundlage waren die Kiel Data Management Infrastructure (KDMI) sowie die DFG-Projekte PubFlow der AG Software Engineering und VFU@Kiel des Servicezentrums „Forschung, IT und strategische Innovation“ und des CAU-Rechenzentrums, gefolgt von weiteren Projekten. Die Implementierung dieses institutionen- und fächerübergreifenden Portfolios beinhaltet die Erhaltung fachspezifischer Ausprägungen und wird so zur weiteren Vernetzung des Wissenschaftsstandorts Kiel beitragen. Perspektivisch wird für Forschende eine Basisinfrastruktur für Forschungsdatenmanagement entwickelt. Dies betrifft über Forschungsdaten hinaus auch Projektorganisation und -kommunikation sowie den generellen Austausch mit der Wissenschaftsgemeinde.

Mehr zum Datenmanagement an der CAU

Generic Research Data Infrastructure (GeRDI)

Generic Research Data Infrastructure (GeRDI)

Die Zukunft der Wissenschaft ist digital. Immer komplexere und detaillierte Messverfahren erzeugen immer mehr und größere Datensätze. Das Projekt GeRDI verfolgt das Ziel, die Server, auf denen diese Datensätze gespeichert werden, virtuell zu vernetzen. Dadurch können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig von überall auf alle Daten zugreifen, die ihre Kolleginnen und Kollegen erstellt haben, und diese für ihre Arbeit nutzen. Gefördert wird das Verbundprojekt GeRDI (Generic Research Data Infrastructure) mit rund drei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Mehr zum GeRDI-Projekt