Forschungs­profil der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Als einzige Volluniversität in Schleswig-Holstein, mit mehr als 26.000 Studierenden und über 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, bietet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein fachübergreifendes akademisches Umfeld. Zwischen den Disziplinen ihrer acht Fakultäten entstehen permanent dynamische Schnittstellen, die sich in der Lehre und in einem integrativen Forschungsprofil widerspiegeln. Eine enge Zusammenarbeit besteht zwischen dem Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt und allen universitären Einrichtungen. Hier werden ethische Fragestellungen über disziplinäre Grenzen hinaus bearbeitet.

Im Jahr 2008 entstanden auf der Grundlage intensiver Zusammenarbeit vier Forschungsschwerpunkte: Lebenswissenschaften, Meereswissenschaften, Nanowissenschaften und Oberflächenforschung sowie Gesellschaft, Umwelt, Kultur im Wandel. Jeder Schwerpunkt bündelt die Expertisen verschiedener Fakultäten aus den Natur-, Sozial-, Technik-, Rechts- und Geisteswissenschaften. Heute sind die Forschungs­schwerpunkte fest in die Universitätsstrukturen eingebettet. Sie ergänzen die weit gefächerte Einzelforschung in den Fächern und bilden die universitäre Grundlage für die Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und „Entzündung an Grenzflächen“ sowie die Graduiertenschule „Menschliche Entwicklung in Landschaften“.

Parallel entstanden gemeinsame Forschungsinfra­strukturen wie ein Reinraum, ein Labor für die Analyse alter DNA, eine Plattform für molekulare ln-vivo-Bildgebung oder Europas größte wissenschaftliche Next-Generation­-Sequencing-Plattform. Ein gemeinsames Rechenzentrum stellt Hochleistungsrechnersysteme und Speicherdienste bereit und entwickelt ausgefeilte Konzepte für das Management von Forschungsdaten.