Outreach & Transfer

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS) setzen sich für einen aktiven Wissenstransfer in die Gesellschaft ein mit dem Ziel, wissensbasierte Handlungsoptionen für einen wirksamen Schutz und Nutzen der Meere zu unterstützen. Zu den Aktivitäten zählen besonders der Transfer von Forschungsergebnissen an unterschiedliche Anspruchsgruppen aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft sowie transdisziplinäre Forschungsprojekte, die im Center for Ocean and Society (CeOS) im Austausch mit Stakeholdern umgesetzt werden. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder des Forschungsschwerpunktes bei öffentlichen Veranstaltungen oder halten Vorträgen und sind Teil einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit im Forschungsschwerpunkt KMS.

KMS-Newsletter

Der KMS-Newsletter informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Forschungsschwerpunkt KMS wie etwa Forschungsprojekte -und Kooperationen, wissenschaftliche Publikationen und Veranstaltungen. Dabei werden auch institutionsübergreifende News aus dem Future Ocean Netzwerk und seinen Partnern berücksichtigt.

Der Newsletter erscheint bis zu vier Mal jährlich und wird über die KMS-internen Mailinglisten sowie an die Mitglieder des Future Ocean Netzwerkes verteilt. Wir freuen uns über eine kurze Mail, wenn Sie Themen für den Newsletter haben oder uns Anregungen zukommen lassen möchten:

Kieler Marktplatz

Die Veranstaltungsreihe „Kieler Marktplatz“ unterstützt seit mehr als zehn Jahren die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Forum für den Informationsaustausch bringt bis zu vier Mal jährlich mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen und richtet sich an Forschende der Kieler Hochschulen, die maritime Wirtschaft sowie Akteure aus der Politik. Der Kieler Marktplatz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Future Ocean Netzwerkes, des Maritimen Clusters Norddeutschland (Geschäftsstelle Schleswig-Holstein) und des Wissenschaftszentrums Kiel (WiZe) und wird federführend organisiert vom Center for Ocean and Society (CeOS), der KMS-Plattform für transdisziplinäre Meeresforschung.

World Ocean Review

Der World Ocean Review (WOR) ist eine Reihe profunder und umfassender Berichte über den Zustand der Weltmeere. Sie informieren – allgemeinverständlich geschrieben – über die Wirkungszusammenhänge zwischen dem Ozean und seinen Küsten sowie den ökologischen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Bedingungen. Bis heute sind sechs Bände der von maribus und mareverlag herausgegebenen Reihe erschienen. Band 1 bietet einen Überblick über die drängenden Herausforderungen, mit denen die Weltmeere konfrontiert sind, alle weiteren Bände vertiefen spezifischen Themen der Meeres- und Küstenforschung wie Überfischung, marine Ressourcen, Meeresspiegelanstieg und Küstennutzung, Arktis und Antarktis sowie das Thema der Nachhaltigkeit. Die WORs tragen dazu bei, die Gesellschaft für meereswissenschaftliche Zusammenhänge zu sensibilisieren und wollen einen Beitrag zu einem wirkungsvolleren Meeresschutz leisten.

Wissenschafts­kommunikation

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von KMS beteiligen sich regelmäßig an unterschiedlichen Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation. Dazu zählen Formate wie etwa öffentliche Events oder Vorträge für unterschiedliche Zielgruppen. KMS ist dabei regelmäßig und aktiv eingebunden in Aktionen des Landes Schleswig-Holstein (Tag der deutschen Einheit), der Stadt Kiel und Kiel Region (ERN) sowie Formaten der Christian-Albrechts-Universität (Kieler Woche, Night of the Profs, SHUG-Vorträge, Kinder- und Schüleruni). Darüber hinaus unterhält KMS enge Partnerschaften zu Netzwerken wie beispielsweise dem Ocean Summit (Böll-Stiftung).

Ausstellungen

Kiel Marine Science ist unter dem Dach des Future Ocean Netzwerkes mit einer Dauerausstellung im Zoologischen Museum vertreten und engagiert sich im Internationalen Maritimen Museum (Hamburg), Deck 7 Meeresforschung sowie in Sonderausstellungen namhafter Ausstellungshäuser und Science Center. Dabei steht im Vordergrund aufzuzeigen, welchen Beitrag die Meeresforschung am Standort Kiel zu den drängenden Zukunftsfragen der Menschheit leisten kann. Die Ausstellungsthemen wollen die Besucherinnen und Besucher informieren – gemäß dem Leitmotiv: „Den Ozean verstehen heißt die Zukunft gestalten“. Das Spektrum der interaktiven Exponate und Module reicht von Überfischung, Müll im Meer, Vogelzug und Offshore-Windkraft bis hin zu Ozeanbeobachtung, Klimawandel und die temporäre Darstellung aktueller Forschungsprojekte.
 

 

 

Meeresatlas

Der Meeresatlas des Future Ocean Netzwerkes, der Böll-Stiftung und der Monatszeitschrift le monde diplomatique thematisiert auf insgesamt 50 Seiten und in 12 Kapiteln Daten, Fakten und Zusammenhänge über den Ozean und den Einfluss des Menschen auf das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde. Der Meeresatlas wird gratis abgegeben, auf Anfrage auch als Klassensätze oder für Bildungseinrichtungen. Alle Informationen und download-Bereich mit 80 Grafiken finden Sie auf den Webseiten des Meeresatlas.

KMS im Ostsee-Info-Center in Eckernförde

Das Thema Überfischung und Fanggrößen nimmt in der neu gestalteten Ausstellung des Ostsee-Info-Centers einen besonderen Platz ein. Gemeinsam mit KMS und auf Grundlage des Exponats „Fischlängenspiel“ hat das Ostsee-Info-Center ein attraktives Modul zur Vermittlung entwickelt, das über die beliebten Speisefische in der Ostsee - Dorsch, Hering und Scholle – informiert.

Zum Webauftritt des Ostsee-Info-Centers

Vogelflug und Offshore Windparks

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste (FTZ) untersuchen wie sich Offshore-Windenergieanlagen auf das Verhalten von Zugvögeln auswirken. Mithilfe von Telemetrie werden Bewegungsmuster einzelner Tiere in den Meeresgebieten und über einen längeren Zeitraum erfasst. Die erhobenen Daten sind Grundlagen für Behörden für den Bau von Offshore-Anlagen oder der Ausweisung von Schutzgebieten etwa für Zugvögel.

Animationen zu Fangmethoden

Fisch ist weltweit eine wichtige Nahrungsgrundlage. In den Weltmeeren gibt es aber immer weniger Speisefische. Rund ein Drittel der Fischbestände sind überfischt oder von Überfischung bedroht. Auch in Nord- und Ostsee leiden Kabeljau, Scholle und Hering. Nachhaltiges Fischereimanagement kann daher helfen, die Bestände zu sichern. Um die Besucherinnen und Besucher der Ausstellungen über die unterschiedlichen Fangmethoden zu informieren, wurden Animationen entwickelt. Zum Teil wirken Fangtechniken zerstörerisch auf die Meeresumwelt oder erfassen eine hohe Menge an unerwünschtem Beifang.