Integrität und Ethik in der Forschung

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verpflichtet sich als Stätte der Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung der Wahrung von Regeln wissenschaftlicher Professionalität und befördert die Etablierung und Einhaltung ethischer Grundprinzipien in der Forschung.

Die Prinzipien der guten wissenschaftlichen Praxis bilden die Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens. An der CAU finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Unterstützung und Beratung zu diesem zentralen Thema, um sowohl eigenes Fehlverhalten zu vermeiden als auch bei der Betreuung von Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden Fehlverhalten zu erkennen und angemessen zu adressieren.

Gute wissenschaftliche Praxis

Richtlinie der CAU zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und mit ihr die Einrichtungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wollen Grundprinzipien von Redlichkeit und Fairness in der Wissenschaft fördern und sicherstellen. Der Senat der CAU hat daher in seiner Sitzung am 10. Mai 2017 neue Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis erlassen. Die vorliegende Richtlinie setzt die Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft um und implementiert angemessene Umgangsweisen bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten.

Umgang mit Forschungsfreiheit und Forschungsrisiken

Mit Verabschiedung einer Satzung zum Umgang mit Forschungsfreiheit und Forschungsrisiken schließt sich die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 2013 den Hinweisen und Regeln der Max-Planck-Gesellschaft an. Die Universität verpflichtet sich damit den Grundsätzen ethisch verantwortbarer Forschung, die der Wissensvermehrung und dem öffentlichen Wohl sowie dem Schutz der Umwelt dient.

Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R)

Die Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R) ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Die HRS4R setzt die Prinzipien und Bedingungen guten Forschens um, die in der Europäischen Charta für Forschende dargelegt werden. Durch gute und faire Arbeitsbedingungen für Forschende soll die Entwicklung produktiver, dynamischer Forschungskulturen an Universitäten in Europa vorangetrieben werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen sollen die bestmöglichen Bedingungen vorfinden, um exzellente Forschung zu betreiben.

Die CAU steht hinter den Prinzipien der Europäischen Charta für Forschende und des Kodex für die Auswahl und Einstellung von Forschenden und setzt sich dafür ein sie umzusetzen. Um die Prinzipien der Charta noch stärker als bisher im Universitätsalltag zu leben hat die CAU ihre eigene Human Resources Strategy für Forschende entwickelt. Im Februar 2017 wurde der Kieler Universität für Ihre Human Resources Strategy das Siegel Human Excellence in Research verliehen. Mit diesem Logo zeichnet die EU-Kommission Universitäten aus, die sich der kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Forschenden verpflichtet haben.

Die Implementierung der Human Resources Strategy an der CAU folgt einem Aktionsplan, der bis Herbst 2020 umgesetzt wird.

Risiken in der Forschung

Ethik-Kommission der CAU (ohne Medizin)

Die Ethik-Kommission der CAU Kiel steht den an der Universität tätigen Forscherinnen und Forschern bei Fragen der Forschungsethik zur Verfügung, vermittelt bei einschlägigen Meinungsverschiedenheiten und kann Empfehlungen zur Durchführung von Forschungsprojekten abgeben. Mitglieder der Kommission sind:

Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der CAU

Die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät gewährt den Mitgliedern der Medizinischen Fakultät Hilfe durch Beratung und Beurteilung ethischer und rechtlicher Aspekte medizinischer Forschung am Menschen, unbeschadet der Verantwortung der Ärztin/des Arztes für das Forschungsvorhaben und seine Durchführung.

Schutz vor Risiken in der Forschung

Der Umgang mit einigen risikoreichen Aspekten der Forschung unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Weitere Informationen der CAU Kiel zu diesen Themen finden Sie auf den folgenden Webauftritten/in den folgenden Dokumenten:

Wissenschaftliches Fehlverhalten

Umgang bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geht jedem konkreten Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten nach. Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt insbesondere vor, wenn in einem wissenschaftlichen Zusammenhang

  • vorsätzlich oder fahrlässig Falschangaben gemacht werden oder
  • geistiges Eigentum anderer verletzt oder
  • deren Forschungstätigkeit sabotiert wird.

Ombudsteam

Mitglieder und Angehörige der Universität können sich in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und in Fragen vermuteten wissenschaftlichen Fehlverhaltens an das Omubudsteam der Universität wenden. Zu Ombudspersonen wurden bestellt:

Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens

Die Ständige Kommission ist für die Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens zuständig, die ihr von einem Mitglied des Ombudsteams unterbreitet werden oder über die sie unmittelbar informiert wird. Sie führt das Vorprüfungsverfahren und das förmliche Untersuchungsverfahren durch. Mitglieder der Ständigen Kommission sind:

Umgang mit Forschungsdaten

Forschungsdatenmanagement

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bündelt seit 2013 ihre Aktivitäten im Bereich des Forschungsdatenmanagements in einem zentralen Servicebüro, das mit Experten aus Forschung, Management und Infrastruktur besetzt ist. Als eine der ersten Universitäten hat die CAU Empfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten verabschiedet

Publizieren im Open Access

Die Universitätsbibliothek koordiniert den Bereich Publizieren im Open Access an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel und bietet dazu Service- und Beratungsleistungen an, damit das in der „Berliner Erklärung über den freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ über den freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ vom 22.10.2003 formulierte Ziel „einer umfassenden und interaktiven Repräsentation des menschlichen Wissens, einschließlich des kulturellen Erbes, bei gleichzeitiger Gewährleistung eines weltweiten Zugangs“ verwirklicht werden kann.

Datenschutz an der CAU und im Land SH

Weiterbildung und Seminare

Programm für Neuberufene

Die Wissenschaftliche Weiterbildung hat im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Präsidium ein Programm für neuberufene Professorinnen und Professoren entwickelt, das mit dem Segel-Leadership-Workshop beginnt. Fester Bestandteil des Weiterbildungsprogramms für Neuberufene ist seit 2017 ein Seminar zur Forschungsethik.

Information & Beratung

DFG-Vertrauensdozent

Lorenz Kienle

Graduiertenzentrum, Vertrauenspersonen

Ethik-Kommission CAU (ohne Medizin)

Ethik-Kommission Medizin

Christine Glinicke (Geschäftsführung)

 

Forschungsdatenmanagement

Thilo Paul-Stüve

Datenschutz, Beauftragte

Daniela Geißler

Open Access

Rainer Horrelt

Tierschutz, Beauftragter

Gerhard Schultheiß

Arbeitssicherheit

Frank Flatow

Strahlenschutz

Christoph Gelhaus

Weiterbildung und Seminare

Katharina Abermeth