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Chancen und Risiken der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz

Workshop und Vortrag am 5. Dezember zu den internationalen Partnerregionen Silicon Valley und China der Universität Kiel

Auf welche Weise werden digitale Technologien wie die Künstliche Intelligenz zentrale Lebensbereiche des Menschen von der Arbeit über die Mobilität bis hin zur Medizin verändern? Wie wollen wir mit unseren Daten umgehen? Welche Utopien oder Dystopien sind vorstellbar? Am Donnerstag, 5. Dezember finden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)gleich zwei Veranstaltungen zur Künstlichen Intelligenz im Silicon Valley und China als zentrale Partnerregionen der Universität statt. Ab 16.00 Uhr diskutieren Studierende mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der Start-up-Szene im Audimax der CAU über die gesellschaftlichen Auswirkungen technischer Innovationen und andererseits über künftige Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schleswig-Holstein und der kalifornischen Küstenregion. Die Studierenden berichten von Diskussionen, die sie kürzlich auf einer deutsch-amerikanischen Konferenz mit digitalen Vordenkerinnen und Vordenker im Silicon Valley geführt haben. Beim anschließenden Vortrag um 18.00 Uhr spricht Sinologin Dr. phil. Tania Becker von der Technischen Universität Berlin über Robotik und Künstliche Intelligenz in China. Interessierte sind zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen. Sie finden in Zusammenarbeit mit dem Kieler Verein The Bay Areas, der sich um eine intensivere Kooperation zwischen der Kieler Region und der San Francisco Bay Area bemüht, und dem Chinazentrum der CAU statt. Für den Workshop wird um Anmeldung gebeten unter:cc@the-bay-areas.de.

Workshop „A shared digital future. New Collaborations between Germany and Silicon Valley"

Zu Beginn des englischsprachigen Workshops hält CAU-Professor Olaf Landsiedel vom Institut für Informatik einen Vortrag über Künstliche Intelligenz. Anschließend stellen Studierende und Promovierende ihre Erkenntnisse aus dem Austausch mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Firmen und Forschungsinstitutionen aus dem Silicon Valley vor. Themen des Workshops sind unter anderem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Medizin und Arbeit, die sogenannten digitalen Menschenrechte, Start-up-Kultur und Möglichkeiten der transatlantischen Zusammenarbeit.

Der Workshop bildet den Abschluss eines hochschulübergreifenden Projektes zum deutsch-amerikanischen Austausch über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zehn Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen konnten sich um ein Stipendium bewerben für die Konferenz „Transatlantic Sync. Germany & Silicon Valley: Shaping a shared digital future”, die vom 27.-29. Oktober im kalifornischen Mountain View im Zentrum des Silicon Valley stattfand. Gefördert wurde ihre Teilnahme aus dem Internationalisierungsfonds der CAU. CAU-Professorin Martina Gerken, selbst Absolventin der Stanford University, begleitete die Studierenden auf ihrer Reise und wird beim Workshop über transatlantische Kooperationsmöglichkeiten sprechen.

Vortrag „Robotopia Sinica: KI und Robotik in China“

Der öffentliche Vortrag von Dr. Tania Becker, Center for Cultural Studies on Science and Technology in China an der TU Berlin ist zugleich Auftakt ihres fächerübergreifenden Blockseminars am Chinazentrum der CAU. Die Sinologin diskutiert dort unter anderem die Ursprünge der Idee vom künstlichen Menschen und zieht dabei verschiedene Beispiele wie frühe Automaten mit einfacher Mechanik wie zum Beispiel Uhrwerke, selbstfahrende Autos und selbständig handelnde Home Assistants heran. Die Veranstaltung wird sich mit den Ideen und Visionen der Vergangenheit, gegenwärtigen Anwendungen sowie zukünftigen Möglichkeiten, Utopien und Dystopien beschäftigen. Am Ende steht die Diskussion, ob und unter welchen Bedingungen auch in China ein Silicon Valley entstehen kann. Das Seminar findet in Kooperation mit Professor Carsten Schultz vom Institut für Innovationsforschung und Betriebswirtschaftslehre an der CAU im Rahmen seines Seminars „KI - Die letzte Sprunginnovation?“ statt.

Mit Blick auf Wissenschaft und Transfer verfolgt die CAU das Ziel, gemeinsam mit dem Verein The Bay Areas e.V., den Austausch mit der kalifornischen Küstenregion rund um Kiels Partnerstadt San Francisco nachhaltig auszubauen. Durch den Internationalisierungsfonds will die Landesuniversität unter anderem die Rahmenbedingungen für internationale Partnerschaften und Mobilität, die Internationalisierung des Studienangebots und die internationale Nachwuchsförderung weiter verbessern.

Das Chinazentrum ist zentraler Bestandteil der Internationalisierungsstrategie der CAU. Seit 2012 berät es nicht nur beim Aufbau von Kooperationen mit chinesischen Partnern in Wissenschaft und Industrie, sondern unterstützt auch chinesische Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kiel.

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Öffentlicher Workshop "A shared digital future. New Collaborations between Germany and Silicon Valley"
Wann: Donnerstag, 5. Dezember 2019, 16:00-19:00 Uhr
Wo: Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, Foyer
Anmeldungen: Carol Clark, The Bay Areas e.V., cc@the-bay-areas.de

Was: Öffentlicher Vortrag „Robotopia Sinica: KI und Robotik in China“, Dr.Tania Becker, Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (CCST), TU Berlin
Wann: Donnerstag, 5. Dezember 2019, 18:00-20:00 Uhr
Wo: Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, Hörsaal H

Kontakt:

Prof. Dr. Martina Gerken
Arbeitsgruppe Integrierte Systeme und Photonik
Technische Fakultät der CAU
+49 431 880-6250
mge@tf.uni-kiel.de

Prof. Dr. Angelika Messner
Leitung Chinazentrum der CAU
+49 431 880-1727
messner@sino.uni-kiel.de

Redakteurskontakt:

Julia Siekmann
Referentin für Wissenschaftskommunikation, Forschungsschwerpunkt Kiel Nano Surface and Interface Sciences (KiNSIS)