Juridicum an der Uni Kiel ist eröffnet

Neubau für die Rechtswissenschaftliche Fakultät und Verbindungsbrücke zu Fakultätenblöcken stehen

„Endlich geht es los!“ Mit diesen Worten startete die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Oktober 2017 in die Umsetzung ihrer großen Baumaßnahmen. Der damalige Anlass war die Grundsteinlegung für den Neubau Juridicum, ein Forschungs- und Lehrgebäude für die Rechtswissenschaftliche Fakultät am Eingang der Leibnizstraße. Im Oktober 2020 wurde das Gebäude fertiggestellt und an die Universität übergeben. Coronabedingt konnte dieser Meilenstein bisher nicht gefeiert werden. Und schon rücken die nächsten Bauabschnitte ins Blickfeld: Die Verbindungsbrücke zu den Fakultätenblöcken wird im Mai an die CAU übergeben. Damit steht nun auch der erste Teil des neuen Bibliothekenverbundes, der sich über den gesamten Gebäudekomplex erstrecken und die Fachbibliotheken in den Fakultätenblöcken zusammenführen wird. Errichtet wurden die Neubauten durch die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) und finanziert durch das Land Schleswig-Holstein. Zusätzlich erhält das Juridicum als erstes Campusgebäude voraussichtlich eine Goldzertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB).

Auf 7.200 Quadratmetern Nutzfläche und fünf Geschossen sind bereits 161 Beschäftigte und 12.000 Meter gechipte Bücher in das Juridicum eingezogen. Serviceflächen im Foyer, wie ein Bäcker, ein Eisladen, ein Fahrradladen und eine Druckerei, erweitern das Angebot am Campus. Damit bietet das Juridicum moderne und innovative Arbeits- und Begegnungsflächen – eine Qualität, die nach der Pandemie voll zum Tragen kommen wird, weiß CAU-Präsidentin Simone Fulda: „Der Neubau für die Rechtswissenschaften ist so viel mehr als ein weiterer Fakultätenblock. Er ist Auftakt für die Modernisierung des Campus entlang der Leibnizstraße und strahlt auf die Entwicklung der Universität in Richtung Bremerskamp aus. Unsere Landesuniversität braucht genau solche Investitionen in Forschung und Lehre, damit der historische Wissenschaftsstandort für die Zukunft gesichert ist und im Wettbewerb um die besten Köpfe mithalten kann. Ich danke ausdrücklich der Fakultät für ihre konstruktive und engagierte Beteiligung, wie auch den Projektleitern im Gebäudemanagement der CAU und in der GMSH sowie dem Planungsteam von agn Leusmann. Nicht zuletzt gilt mein Dank dem Land Schleswig-Holstein, das uns die so wichtige Planungssicherheit für die Errichtung des Neubaus und nun auch für die Sanierung der Fakultätenblöcke mit einem großen Bibliotheksverbund gegeben hat.“

Architektonisch hat das Juridicum eine Menge zu bieten, berichtet Frank Eisoldt, Geschäftsführer der GMSH: „Durch seine transparente, offene Architektur und mit den integrierten Service- und Dienstleistungsangeboten ist das Juridicum beispielgebend für moderne Hochschulgebäude des 21. Jahrhunderts. Auch in Sachen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit ist das Gebäude vorbildlich. Gleichzeitig bildet die Übergabe des Juridicums den Auftakt für zahlreiche neue Gebäude, die wir in den kommenden Jahren auf dem Campus der CAU errichten und übergeben werden.“

Professor Manfred Heinrich, Dekan der Fakultät: „Für die Rechtswissenschaftliche Fakultät ist es eine Freude, dass wir eine neue, höchst ansehnliche Bleibe auf dem Campus erhalten haben, die es uns ermöglichen wird, unseren Ansprüchen auf qualitativ hochwertige Forschung und Lehre auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gerecht zu werden. In der über 350-jährigen Geschichte unserer Fakultät stellt der Einzug in das neue Juridicum nicht nur einen positiv spürbaren Einschnitt dar, sondern ist auch verbunden mit einem – wenn auch coronabedingt gedämpften – Gefühl des Aufbruchs und der Neuorientierung in eine in immer stärkerem Maße durch digitale Formate geprägte Zukunft universitären Geschehens. Die Vereinigung der Lehrstühle und Institute in einem Gebäude war ein guter und wichtiger Schritt im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Fakultät hin auf eine auch den Anforderungen kommender Zeiten gewachsenen Stätte juristischer Forschung und Lehre.“

Mit der Fertigstellung des Juridicums und der baulichen Verbindung zu den bestehenden Fakultätenblöcken wird die nächste Bau- und Sanierungsphase des Gebäudekomplexes eingeleitet. Wissenschaftsministerin Prien konkretisiert dies noch: „Wir haben uns als Land bereits 2014 in einer Sanierungsvereinbarung mit der CAU dazu verpflichtet, die in die Jahre gekommenen Fakultätenblöcke zukunftsfähig zu modernisieren. Mit dem Juridicum und dem ersten Bauabschnitt für den Bibliotheksverbund haben wir bereits einen weithin sichtbaren Meilenstein gesetzt. Nun geht es weiter. Auch für den nächsten Meilenstein in diesem Mammutprojekt, der Sanierung des ersten Fakultätenblockes mit Fortführung des Bibliotheksverbundes aus dem Juridicum, hat das Land mit weiteren 54 Mio. € die Finanzierung gesichert.“

Die Errichtung des Bibliotheksverbundes im laufenden Betrieb ist mit einem großen Kraftakt verbunden. Mehr als 300.000 Bücher werden übergangsweise in die Universitätsbibliothek (UB) umziehen und mit RFID-Technologie ausgestattet. Parallel werden die Umbauarbeiten in der UB weitergeführt, um mehr moderne Arbeitsflächen für Studierende zu schaffen.

Eckdaten:

  • Errichtung: 2017-2020
  • Nutzungsfläche: 7.200 qm
  • Geschosse: 5
  • etwa 21 Meter breit und 91 Meter lang
  • Baukosten: 33 Mio. Euro
  • Verbaute Materialien: 22.525 Tonnen Stahlbeton; rd. 9.200 Kubikmeter Beton und rd. 1.465 Tonnen Stahl
  • taktile Geschossübersichten in drei OGs (EG, 1.OG.,2.OG)
  • barrierefreie Akustik in Bibliothek, Foyer und Seminarräumen
  • erste Photovoltaikanlage auf dem CAU-Campus mit 93 kWp
  • schadstoffarmes, umnutzungsfähiges Gebäude
  • barrierefreie WCs, Duschen für Fahrradfahrende, Fahrradstellplätze

Dienstleister:

  • Bäckerei Steiskal (coronabedingt zurzeit geschlossen)
  • Druckerei Gut gedruckt (mit SmartPhoniker)
  • Fahrradladen UNIBIKE (Einzug in Planung)
  • Eisladen N*ICE (öffnet zum Sommer)
  • EC-Automat der Sparkasse

Fotostrecke:

Außenaufnahme vom Haupteingang des Juridicums
Juridicum von der Südseite, im Vordergrund Wiese
Außenaufnahme der Verbindungsbrücke
Loungebereich im Foyer
Freitreppe mit Blick ins Foyer
Lichthof von Innen
Bibliothek
Seminarraum

Große Fotostrecke von der Skizze zum Neubau:

Neubau Juridicum

Rückblick Richtfest 2018

Luftbild Juridicum

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Kontakt:

Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Müller
0431/599-1106
0151/1885 6969
oeffentlichkeitsarbeit@gmsh.de

Pressekontakt:

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kommissarische Pressesprecherin, Sachgebietsleitung Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation

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