Medizinischer Forschungs- und Lehrcampus

An der Feldstraße entsteht für die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein neuer medizinischer Forschungs- und Lehrcampus. Drei Forschungsneubauten und ein Hörsaalneubau bilden zukünftig mit sanierten Bestandsgebäuden den neuen Forschungs- und Studiencampus der CAU am Kieler Campus des UKSH. Für die Modernisierung der medizinischen Forschung und Lehre an der Landesuniversität stellt das Land Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren insgesamt 86,9 Millionen Euro für Baumaßnahmen sowie 9,5 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung. Bis zum Jahr 2025 entstehen so rund 12.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche für die medizinische Forschung und etwa 1.700 Quadratmeter für die medizinische Lehre. Forschungslabore und Hörsäle, die bisher dezentral in zahlreichen Kliniken am UKSH-Campus verteilt sind, werden so in einem Campus arrangiert. Der Medizin-Campus soll insbesondere für die Studierenden ein Ort der Begegnung und des Austausches sein.

Die Fassaden der Gebäude für den neuen Medizin-Campus werden in Anlehnung an die umgebenden, zum Teil denkmalgeschützten Bestandsgebäude in gelbem Backstein gestaltet und setzen sich damit klar gegen die Farb- und Materialsprache des künftigen Zentralklinikums aus roten Backsteinen ab.

Forschungsneubauten

Im März 2016 wurde mit dem Spatenstich für den ersten Forschungsneubau die Erschließung des Areals als universitärer Medizin-Campus begonnen. Die Fertigstellung des ersten Forschungsneubaus ist für Herbst 2019 geplant. Der fünfgeschossige Neubau wird über 4.100 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Die Labor- und Büroflächen werden dank modularer Strukturen ohne großen Aufwand an wechselnde Forschungsprojekte und geänderte Bedarfe angepasst werden können, sodass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Forschungsgebäude flexibel nutzen können. Zur Feldstraße hin wird die Fassade mit einer großen Fensterfläche gestaltet.

Für den 1. Forschungsneubau wird eine BNB-Zertifizierung in Silber angestrebt (Nachhaltiges Bauen gemäß des BNB-Bewertungssystems). Die Planungen für den zweiten Forschungsneubau haben in diesem Jahr begonnen. Die Fertigstellung ist bis 2024 geplant.

Für den dritten Neubau, das Zentrum für Integrative Systemmedizin (ZISMed), hat der Bund im April 2018 Fördergelder in Höhe von 38,2 Millionen Euro bewilligt (gemäß Art. 91b Abs. 1 GG zur Errichtung von Forschungsneubauten). Der dritte Forschungsneubau soll zeitglich zum zweiten und bis 2024 errichtet werden.

Pressemitteilungen:

Eckdaten:

Quincke-Forschungszentrum
Errichtung: 2016-2019
Nutzfläche: 4.100 qm

Forschungsneubau 2
Errichtung: 2020-2023

Forschungsneubau 3 (ZISMed)
Errichtung: 2019-2023

Studiencampus mit Hörsaalneubau
Errichtung: 2022-2024

Fotostrecke Errichtung des ersten Forschungsneubaus:

1. Forschungsneubau auf dem Medizin-Campus

Baufeld: