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Werkeln, gestalten und programmieren in der nawi:werft der Kieler Forschungswerkstatt

Robotikangebot für die Klassenstufen 6 bis 9 aller Schulformen

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Lilli-Martius Grund- und Gemeinschaftsschule sowie IPN-Abteilungsleiterin und CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Ilka Parchmann und Stadtwerke Vorstand Dr. Jörg Teupen, ist die nawi:werft am Mittwoch, 22. Januar, in das neue Jahr gestartet. In dem Angebot entwickeln Schulklassen an einem Vormittag aus einem Holzbrett, einem Ultraschallsensor und der Open-Source-Plattform Arduino kleine Roboter mit einfachen Funktionen. Um ihre Fahrzeuge weiterzuentwickeln, dürfen die Jungen und Mädchen nach ihrem Besuchstag in der Kieler Forschungswerkstatt jeweils einen Klassensatz mit Material für bis zu zehn Roboter mit in die Schulen nehmen. Zur Verfügung gestellt werden diese Materialboxen von den Stadtwerken Kiel. Alle teilnehmenden Schulklassen sind am 6. Juni außerdem herzlich eingeladen, ihre Fahrzeuge bei einer öffentlichen Veranstaltung im Camp 24/7 an der Kiellinie zu präsentieren.

Schülerinnen und Schüler kommen im Schulalltag viel zu selten mit dem wichtigen Thema Robotik in Kontakt, da es sich keinem der klassischen Schulfächer zuordnen lässt. Im Laufe ihrer Schulzeit sollten sie jedoch zumindest die Grundprinzipien hinter dem Wandel zur digitalen Gesellschaft kennengelernt haben, um sich in dieser zurechtzufinden. Hier setzt das Robotikangebot der nawi:werft an: Während ihres Besuchstages lernen die Jungen und Mädchen die Logik sowie die Sensorik hinter unserer digitalen Welt auf anschauliche Weise kennen. Darüber hinaus ermöglicht ihnen der Einblick in das Themenfeld des Programmierens und der Robotik einen leichteren Einstieg in neu entstehende und sich grundlegend verändernde Berufsbilder.

Wie funktioniert eine einfache Programmierung? Was ist eine logische Schleife? Wie schaffen es Sensoren die reale mit der digitalen Welt zu verbinden? Diese und viele weitere Fragen werden beim Besuch in der Kieler Forschungswerkstatt behandelt. „Das Angebot eröffnet den Schülerinnen und Schülern tolle Möglichkeiten“, so Parchmann. „Sie setzen sich aktiv mit den Themen Robotik und Digitalisierung auseinander und erreichen bei der Programmierung schnell sichtbare Erfolge. Gleichzeitig erfahren sie, in welchen Berufen verstärkt auf diese Kenntnisse und Fähigkeiten gesetzt wird.“ So sei das Angebot insbesondere auch für Schulklassen an Gemeinschaftsschulen interessant, ergänzt Frank Lüthjohann, abgeordnete Lehrkraft am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Initiator des Robotikangebotes der nawi:werft.

Teupen mischt sich interessiert unter die Jugendlichen und lässt sich von den Kleingruppen erste Ergebnisse zeigen: „Es ist faszinierend zu sehen, wie konzentriert die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema auseinandersetzen, so der Stadtwerke Vorstand für Technik und Personal. „Wir freuen uns, dass wir die nawi:werft in diesem Projekt unterstützen dürfen. Die Jugendlichen werden hier an Technologien herangeführt, die auch für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erforderlich sind. Robotik und Sensorik spielen in der Energieversorgung eine große Rolle. Hierfür frühzeitig ein Verständnis zu entwickeln und Interesse für MINT-Themen zu wecken, hilft uns bei der Gewinnung der Fachkräfte von morgen.“

Über die Kieler Forschungswerkstatt

Die Kieler Forschungswerkstatt ist eine gemeinsam Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). In den thematischen Laboren beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Lehramtsstudierende mit wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Meeres- und Nanowissenschaften, erfahren mehr über die gesellschaftlichen Aspekte von Energie, erhalten Zugang zu aktuellen Themen aus der humanmedizinischen und biologischen Forschung oder lernen, warum Boden mehr als nur Dreck ist. Die geisteswissenschaftlichen Werkstätten bieten Angebote aus dem Bereich Sprache, Kunst und Theologie sowie zu historisch-politischen Themen.

In der nawi:werft können Schülerinnen und Schüler in einem eintägigen Robotikangebot für Schulklassen ab der 6. Klasse sowie in Nachmittagskursen entwickeln, gestalten und programmieren. Das Angebot führt die Jungen und Mädchen spielerisch an das Programmieren heran und eröffnet ihnen so hervorragende Möglichkeiten, um sich in unserer zunehmend von der Digitalisierung beeinflussten Welt zurechtzufinden.

Die Stadtwerke Kiel unterstützen die nawi:werft der Kieler Forschungswerkstatt, indem sie unter anderem die benötigten Materialien finanzieren.
Mehr unter: www.forschungs-werkstatt.de  

Gruppenbild
© Kieler Forschungswerkstatt

Stadtwerke Vorstand Dr. Jörg Teupen und Prof. Dr. Ilka Parchmann lassen sich von Schülerinnen und Schülern erklären, was beim Bau sowie bei der Programmierung der Roboterfahrzeuge zu beachten ist. Unterstützt werden Sie dabei von Frank Lüthjohann, abgeordnete Lehrkraft am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Frank Lüthjohann mit Schülern
© Kieler Forschungswerkstatt

Frank Lüthjohann, abgeordnete Lehrkraft am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und Initiator des Robotikangebotes der nawi:werft, gibt den Schülern Tipps für die Programmierung ihres Roboterfahrzeuges.

Schülerinnen der Lilli-Martius Grund- und Gemeinschaftsschule
© Kieler Forschungswerkstatt

Schülerinnen der Lilli-Martius Grund- und Gemeinschaftsschule programmieren mit Hilfe der Plattform Arduino ein Roboterfahrzeug, dass sich im Kreis drehen kann.

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation