Asmus Bremers Stadtchronik: Mord und Totschlag im mittelalterlichen Kiel

Projektarbeit von CAU-Studierenden zum Kieler Umschlag

 

Wenn heute (25. Februar) der 47. Kieler Umschlag startet, freuen sich auch Studierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit Schautafeln zu Mord und Totschlag im Mittelalter, darunter auch zwei Kriminalfällen im Umfeld des Kieler Umschlags, die von Asmus Bremer höchstpersönlich dokumentiert worden sind, ergänzen sie das digitale Angebot von Kiel Marketing unter kieler-umschlag.online. Die Dokumentation erarbeitet haben die Studierenden im Projektseminar „‚Als auf eine Zeit alhir zum Kiel …‘ – Spurensuche mittels der tragisch-kuriosen Kieler Chronik des Asmus Bremer" von Stefan Brenner und Laura Potzuweit.

„Projektseminare sind Bestandteile des Curriculums, häufig arbeiten wir dabei auch mit Kooperationspartnern aus der Region zusammen. Im Wintersemester suchen wir uns immer aktuelle Anlässe und Ereignisse, die sich gut für eine eher praktische Umsetzung von Seminarinhalten eignen. Da fiel uns zur Kieler Chronik von Asmus Bremer natürlich der Umschlag ein“, berichtet Stefan Brenner, einer der beiden Seminarleiter aus der Abteilung Regionalgeschichte an der CAU. Der ursprüngliche Plan war, an prominenten Plätzen Schautafeln aufzustellen, die einzelne Mordfälle zu Zeiten Asmus Bremers beleuchten oder auf denen es um mittelalterliche Rechtsvorstellungen geht. Durch die anhaltenden Corona-Beschränkungen war dies nicht möglich. „Wir hatten Glück, dass die Stadt Kiel an einer digitalen Umsetzung des Volksfestes gearbeitet hat und wir uns beteiligen konnten“, erklärt der Historiker die Zusammenarbeit.

Interessierte erfahren nicht nur Wissenswertes über den Kieler Bürgermeister und Stadtchronisten. Es werden auch Fälle wie der eines Kochs betrachtet, der im Jahr 1670 während des Kieler Umschlags zu Tode kam oder einer Ehefrau, die fünf Mordversuche gegen ihren Ehemann initiierte. Die Inhalte haben die Studierenden mittels der „tragisch-kuriosen Kieler Chronik des Asmus Bremer“ und weiterer Literatur zum Rechtswesen im Mittelalter herausgearbeitet. „Dadurch erhielten nicht nur die Seminarteilnehmenden, sondern auch wir Dozierende vertiefte Einblicke in die Verfahrensweisen des 15. bis 18. Jahrhunderts.“ Von den Teilnehmenden gab es viele positive Rückmeldungen. „Sie hatten die Gelegenheit, zu ihrer eigenen Umgebung zu forschen, gewissermaßen vor ihrer Haustür.“ Das Produkt dieser Arbeit ist ab heute (25. Februar) bis zum 28. Februar frei unter kieler-umschlag.online zugänglich.

Navigationshilfe für die digitale 3D-Welt: Auf „Bühne“ klicken, nach links zu Asmus Bremer drehen und das rechte Fragezeichen über dem Rocksaum anklicken. Hier erscheinen die Info-Blätter.

Screenshot einer 3D-Darstellung mit alten Gebäuden.
© Kiel Marketing

Screenshot: Digitale 3D-Welt von Kiel Marketing mit Asmus Bremer. Die Infoblätter öffnen sich auf der Webseite beim Klick auf das Fragezeichen rechts unten.

Infoblätter

Text und Bild.
Text mit Bild.
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Wissenschaftlicher Kontakt:

Stefan Brenner
Abteilung Regionalgeschichte
0431/880-3647
sbrenner@histosem.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Christin Beeck
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation