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MINT-Förderung

Universitäten in Flensburg, Kiel und Lübeck starten gemeinsames Projekt MatheSH für Schülerinnen und Schüler des 7. und 8. Jahrganges

Ein weiterer Baustein in der breiten MINT- Förderung des Landes: In der kommenden Woche startet am Donnerstag, 11. März, im Projekt MatheSH der erste Onlinekurs für mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. MatheSH wird vom Bildungsministerium und den Mathematischen Seminaren und Fachbereichen Mathematik der Universitäten in Flensburg, in Kiel und in Lübeck umgesetzt. „Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt Schülerinnen und Schülern des 7. und 8. Jahrgangs der Gemeinschaftsschulen und Gymnasien einen neuen spannenden Zugang zur Welt der Mathematik bietet. Es stärkt die Kompetenzen der Jugendlichen und ist Werbung für den MINT-Bereich“, sagte Ministerin Karin Prien heute (3. März) in Kiel.

„Mathematische Knobeleien sind eine hervorragende Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für die Beschäftigung mit Mathematik zu begeistern, aber nicht alle potenziellen Interessenten für die Mathematik können durch sie erreicht werden. Deshalb ist es gut, dass das Projekt MatheSH auch andere Wege zur Mathematik von scheinbar abstrusen theoretischen Konzepten bis hin zu mathematisch interessanten und praktisch relevanten Aspekten in Wissenschaft und Gesellschaft eröffnet“, betont Professor Karsten Keller, vom Institut für Mathematik der Universität zu Lübeck.

Und Dr. Kurt Falk vom Mathematischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ergänzt: „Unser Projekt MatheSH zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern die Schönheit der Mathematik zu vermitteln, und dem leider weit verbreiteten Irrglauben entgegenzuwirken, Mathematik sei ja `nur Rechnen'. Wir sind auch fest davon überzeugt, dass das Bearbeiten einer möglichst breiten Auswahl an mathematischen Aufgaben und Fragestellungen bei den Schülerinnen und Schülern das strukturierte, analytische und argumentative Denken fördern wird."

Über die Chancen dieses Projekt spricht Professor Hinrich Lorenzen, Geschäftsführender Direktor der Abteilung für Mathematik und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg: „Nachdem ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit als Landesbeauftragter für die Mathematik-Olympiade in Schleswig-Holstein über 20 Jahre intensiv für die Begabten engagiert habe, freut es mich ganz besonders, dass uns das Bildungsministerium nun die Möglichkeit gegeben hat, einer sehr viel breiteren Gruppe von Schülerinnen und Schülern die vielen interessanten Facetten der Mathematik näher zu bringen. Die rein digitale Umsetzung des Projekts MatheSH stellt natürlich besondere Herausforderungen aber auch enorme Chancen dar.“

Zunächst richtet sich das Projekt an Schülerinnen und Schüler der 7.  und 8. Jahrgangsstufen, erwartet werden jährlich in etwa 80 bis 100 Schülerinnen und Schüler, die von den Lehrkräften vorgeschlagen werden. Der Schwerpunkt ist eine breite mathematische Förderung zu verschiedenen Themengebieten, die das unterrichtliche Angebot der Schulen durch verschiedenste Aufgabenformate und mathematische Fragestellungen erweitern und ergänzen. Das Projekt wird vom Land gefördert und zielt auf eine nachhaltige und kontinuierliche Begleitung und ist in drei Bausteinen organisiert.

Online-Kurse: Einmal wöchentlich findet ein digitaler Online-Unterricht mit allen Schülerinnen und Schülern mit Hilfe einer Video-Plattform statt. Für die Dauer ist in der Regel eine Zeitstunde vorgesehen. Der Unterricht wird von unterschiedlichen Akteuren (Dozenten/Studierende) der drei Universitäten konzipiert und digital umgesetzt.

Digitale-Korrespondenzzirkel: Alle drei Wochen wird den Schülerinnen und Schülern in einem neuen digitalen Korrespondenzbriefsystem ein interessantes Aufgabenblatt bereitgestellt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten ihre Aufgaben und laden ihre Lösungen auf einen Server. Die durch die Hochschulen korrigierten Lösungen können am Ende von den Schülerinnen und Schülern eingesehen werden. Zusätzlich findet eine gemeinsame Video-Konferenz der Akteure mit differenzierten Rückmeldungen zu den Aufgaben statt.

Mathe-Camps: An jedem der drei Standorte soll mindestens einmal im Jahr ein Mathe-Camp in Präsenz stattfinden. Hier werden die Schülerinnen und Schüler über zwei bis drei Tage von Dozierenden und Studierenden der drei Universitäten unterrichtet. Es werden unterschiedliche Themenfelder aus der Vielfalt der Mathematik einschließlich ihrer Anwendungsgebiete zur Auswahl stehen, so dass Schülerinnen und Schüler nach Interessensgebieten individuell wählen können, welches Camp besucht wird.

Alle Informationen sind auf der Homepage www.mathe-sh.de zu finden.

Viele Würfel mit Zahlen
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