Internationaler Workshop zu den Wechselwirkungen zwischen früheren Gesellschaften und ihrer Umwelt an der Uni Kiel

Vom 11. bis 16. März findet bereits zum sechsten Mal der wissenschaftliche Workshop „Socio-Environmental Dynamics over the Last 15,000 Years: The Creation of Landscapes VI“ an der Uni Kiel statt.

Workshop Socio-Environmental Dynamics over the Last 15,000 Years: The Creation of Landscapes
© Angelika Hoffmann

Vom 11. bis 16. März findet bereits zum sechsten Mal der wissenschaftliche Workshop „Socio-Environmental Dynamics over the Last 15,000 Years: The Creation of Landscapes VI“ an der CAU statt.

Vom 11. bis 16. März findet bereits zum sechsten Mal der wissenschaftliche Workshop „Socio-Environmental Dynamics over the Last 15,000 Years: The Creation of Landscapes VI“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Von der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ 2009 ins Leben gerufen, wird der Workshop nun erstmals von drei Verbundprojekten der Kieler Johanna-Mestorf-Akademie gemeinsam ausgetragen: der Graduiertenschule, dem Sonderforschungsbereich (SFB) 1266 „Scales of Transformation“ und dem neuen Exzellenzcluster „ROOTS – Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies“. Die Organisatorinnen und Organisatoren verzeichneten in den vergangenen Jahren einen regen Zulauf einer zunehmend interdisziplinären und internationalen Gemeinschaft, die das Interesse an Wechselwirkungen zwischen früheren Gesellschaften und ihrer Umwelt eint.

Über 300 Archäologinnen und Archäologen, Umweltwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Lebenswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten anderer Fachrichtungen treffen sich, um in 18 Einzelsitzungen die neuesten Ergebnisse zu spannenden und hochaktuellen Themen auszutauschen und zu diskutieren. Unter ihnen ist ein hoher Anteil von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt – die meisten aus Europa, aber auch aus China, Australien, USA und Kanada.

Der Archäologe und Sprecher aller drei Kieler Großprojekte Johannes Müller sagt: „Der neue Exzellenzcluster ROOTS hat hier schon deutliche Marken gesetzt, das Spektrum der Themen reicht dabei von Territorialität in Europa in der Bronze- und Eisenzeit, über soziale Resilienz gegenüber Klimawandel, bis hin zu gesundheitsanthropologischen Themen. Themen, die auch im Fokus der Forschungsagenda des Clusters stehen, dessen Mitglieder dieser seit Januar dieses Jahrs intensiv erforschen.“

Den Auftakt der Vorträge machen die Alumni der Graduiertenschule, mittlerweile längst verstreut in ganz Europa, aber ihrer Kieler Wirkungsstätte weiterhin verbunden. Weitere Highlights der Tagung, gerade auch für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sind die Verleihung des JMA-Awards an eine herausragende Doktorarbeit sowie die Verleihung eines Preises für das beste wissenschaftliche Poster. Privatdozentin Dr. Mara Weinelt vom Institut für Ur- und Frühgeschichte sagt: „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses spielt bei uns eine zentrale Rolle. Dieser bereichert und belebt den wissenschaftlichen Diskurs ungemein. Die Nachwuchsförderung der Graduiertenschule wird der ROOTS-Cluster in seiner ‚Jungen Akademie‘ fortsetzen.“

Drei der fünf Tagungstage werden durch sogenannte „Keynote lectures“ abgerundet. „Wir freuen uns besonders, dass führende internationale Wissenschaftler der Einladung nach Kiel gefolgt sind, um Vorträge zu unseren Themen für ein breites Publikum zu halten“, ergänzt Wiebke Kirleis, Archäobotanikerin und stellvertretende Sprecherin des SFB 1266.  

Folgende englischsprachige Vorträge sind öffentlich:

  • Montag, 11. März, 18:00 Uhr:
    „Interpreting Groups: the “Social” Archaeology“, Prof. Laure Salanova, French National Centre for Scientific Research, CNRS
  • Dienstag, 12. März, 18:30 Uhr:
    „Socio-Environmental Dynamics and the Creation of Landscapes“, Prof. Tim A. Kohler, Washington State University, Archaeology and Evolutionary Anthropology
  • Donnerstag, 14. März, 17:30 Uhr: 
    „Intimate Plants: Constructing Past Identities Through People’s Relationships with Their Plants“, Prof. Christine A. Hastorf, University of California at Berkeley, Anthropology Department

Weitere Informationen:
www.workshop-gshdl.uni-kiel.de

Kontakt:

Dr. Andrea Ricci
Wissenschaftliche Koordinatorin Exzellenzcluster „ROOTS“
Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“
0431/880-5871
aricci@gshdl.uni-kiel.de

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Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation