Personalmeldungen März und April 2021

1. Gedenken an verstorbene Mitglieder

Wir trauern um

Professor Dr. GÜNTER ENDRUWEIT, der im Alter von 81 Jahren verstarb. Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten gehörte er zu den führenden Sozialwissenschaftlern in Deutschland und hat wegweisende Beiträge zur Allgemeinen Soziologie, vor allem aber zur Organisationssoziologie sowie zur Entwicklungs- und Techniksoziologie verfasst. Von 1996 bis 1998 war Professor Endruweit Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Der Soziologe hat sich neben seinen zahlreichen Ämtern in akademischen und universitären Gremien für den Aufbau, Erhalt und die Sichtbarkeit des Instituts für Sozialwissenschaften eingesetzt, an dem er bis zu seinem Ruhestand 2004 tätig war.

Professorin Dr. INGTRAUD GÖRLAND-WITTKAMP, die im Alter von 87 Jahren verstarb. Im Februar 1973 wurde die Philosophin mit einer Arbeit über Schellings Auseinandersetzung mit Fichte an der CAU promoviert. Von 1981 an war sie am Philosophischen Seminar als apl. Professorin tätig und hat sich im Personalrat der Universität engagiert. Ingtraud Görland-Wittkamp hat bedeutsame Beiträge zur Idealismusforschung und zur Heidegger-Philologie geleistet. Neben ihrer Mitherausgebertätigkeit der Gesammelten Werke Heideggers hat sie zahlreiche Aufsätze zu verschiedenen Themen und Epochen der Philosophie publiziert.

2. Berufungen/Ernennungen nach Kiel

Dr. PAUL-CHRISTIAN BÜRKNER, Universität Stuttgart, hat den Ruf auf die W2-Professur für Psychologische Methodenlehre an die Philosophische Fakultät abgelehnt. 

Professorin Dr. UTA DICKHÖFER, Universität Hohenheim, hat den Ruf auf die W3- Professur für Tierernährung und Futtermittelkunde an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 1. Juli.

Dr. MATHIEU GROUSSIN, Massachusetts Institute of Technology, USA, hat einen Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) mit Tenure Track für Medizinische Bioinformatik (1000TTP) an die Medizinische Fakultät erhalten.

Privatdozent Dr. JAN HEYCKENDORF, Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum, hat einen Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) mit Tenure Track für Pneumologie mit Schwerpunkt chronisch entzündlicher Lungenerkrankungen (1000TTP) an die Medizinische Fakultät erhalten. 

Dr. BJÖRN KONUKIEWITZ, Technische Universität München, hat den Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) mit Tenure Track für Translationale Pathologie (1000TTP) an die Medizinische Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 15. Mai.

Dr. RALF KRESTEL, Hasso-Plattner-Institut, Universität Potsdam, hat den Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) mit Tenure Track für Information Profiling and Retrieval an die Technische Fakultät und das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 1. September.

Professor Dr. DANIEL SCHAD, Health and Medical University Potsdam, hat den Ruf auf die W2-Professur für Psychologische Methodenlehre an die Philosophische Fakultät abgelehnt.

Privatdozentin Dr. CHRISTINA SCHAEFER, Freie Universität Berlin, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Romanische Philologie, insbesondere französische und italienische Literaturwissenschaft an die Philosophische Fakultät erhalten.

Professorin Dr. KATHARINA SCHAUFLER, Universität Greifswald, hat einen Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie (1000TTP) an die Medizinische Fakultät erhalten.

3. Erhaltene, angenommene und abgelehnte Rufe an Kieler Wissenschaftler

Professor Dr. DAVID ELLINGHAUS, Institut für Klinische Molekularbiologie, hat einen Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (5 Jahre) mit Tenure Track für lmmunogenetik an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn erhalten.

Dr. OLIVIA ROTH, GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel, hat den Ruf auf die W2-Professur für Evolutionsökologie an die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 1. August.

Dr. BJÖRN SCHREIWEIS, Institut für Medizinische Informatik und Statistik, hat den Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) mit Tenure Track für Medizininformatik (1000TTP) an die Medizinische Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 15. Mai.

4. Ruhestand

In den Ruhestand verabschiedet wurden

Professor Dr. HEINZ BRENDELBERGER, Zoologisches Institut,

Professor Dr. STEFAN EHLERS, Forschungszentrum Borstel,

Professor Dr. CHRISTOPH JOBST, Kunsthistorisches Institut,

Professor Dr. RALF KONERSMANN, Philosophisches Seminar,

Professor Dr. DETLEF MÜLLER, Mathematisches Seminar,

Professor Dr. MARTIN WAHL, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel,

Professor Dr. RAINER ZAISER, Romanisches Seminar.

5. Von externen Einrichtungen vergebene Ehrungen, Auszeichnungen und Preise

Professorin Dr. DANIELA BERG wurde mir dem renommierten Kieler Wissenschaftspreis 2021 ausgezeichnet. Die Medizinerin ist seit 2016 Direktorin der Klinik für Neurologie am Campus Kiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und leitet die Forschungsgruppe Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen an der CAU. Ihr besonderes wissenschaftliches Interesse gilt der Früherkennung und Prävention neurodegenerativer Erkrankungen, insbesondere Parkinson. Für ihre herausragende Forschung auf diesem Gebiet wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Der Preis der Landeshauptstadt ist mit 10.000 Euro dotiert.

Professorin Dr. REGINE GLÄSER, wissenschaftliche Angestellte der Hautklinik des UKSH, Campus Kiel, und Professorin an der Medizinischen Fakultät, hat für ihren innovativen, mediengestützten Lehransatz mit Praxissets und Videotutorials für Dermatologie-Studierende den Preis für Akademische Lehre der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) erhalten. Gläser, zudem Mitglied im Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) und niedergelassene Hautärztin, teilt sich den mit 2.500 Euro dotierten Preis mit der Erlanger Privatdozentin Cornelia Erfurt-Berge.

Professor Dr. AXEL HAUSCHILD, Oberarzt und Leiter der dermatoonkologischen Studiengruppe der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des UKSH, Campus Kiel, und Professor an der Medizinischen Fakultät, wurde zum Präsidenten der Melanoma World Society (MWS) gewählt. Er wird sein neues Amt bis zum Weltkongress im April 2025 innehaben. Die MWS ist die Nachfolgeorganisation einer Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation zum schwarzen Hautkrebs, deren Ziel es ist, Forschungsaktivitäten zu koordinieren und die Versorgung Hautkrebs-Patientinnen und -patienten zu verbessern.

Der schwedische Riksbankens Jubileumsfond (RJ) hat dem Archäologen Professor Dr. JOHANNES MÜLLER, Institut für Ur- und Frühgeschichte, das 30. Humboldt-Stipendium für herausragende deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zuerkannt. Der Preis wird jährlich auf Vorschlag der schwedischen Hochschulen an Forschende vergeben, die die skandinavisch-mitteleuropäische Zusammenarbeit vorangebracht und exzellente Ergebnisse vorgelegt haben. Seit April ist Müller, Sprecher des Exzellenzclusters ROOTS und des Sonderforschungsbereiches „TransformationsDimensionen“, an der Göteborg Universität. Das Forschungsstipendium deckt sämtliche Kosten des sechsmonatigen Aufenthalts.

6. Preisgekrönte Studienleistungen und Promotionen

Für seine Doktorarbeit wurde der Materialwissenschaftler Dr. SIMON FICHTNER mit dem Hugo-Geiger-Preis der Fraunhofer Gesellschaft und des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Im Rahmen seiner Promotion entdeckte der Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts „Kiel Nano, Surface and Interface Science“ (KiNSIS), dass das Dünnschichtmaterial Aluminium-Scandium-Nitrid (AIScN) nicht bekannte ferroelektrische Eigenschaften besitzt. Das Material könnte neue Konzepte in der Mikroelektronik und der Mikrosystemtechnik ermöglichen und die Leistung von Informationsspeichern und Mikroantrieben verbessern. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. 

Das Kiel Oncology Network (KON) an der CAU hat erstmals seine erfolgreichsten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit den KON Young Investigator-Awards geehrt. Insgesamt vier Preise konnte der Zusammenschluss der Kieler Onkologie-Forschenden für das Jahr 2020 vergeben, jeweils zwei in den Kategorien medizinische und naturwissenschaftliche Forschung. Preisträger in der Medizin sind Dr. ALEXANDER FABIAN, Klinik für Strahlentherapie am UKSH, Campus Kiel, und LAURITZ MIARKA, ehemaliger Doktorand in der Arbeitsgruppe Inflammatorische Karzinogenese am Institut für Experimentelle Tumorforschung (IET). NOURHANE AMMAR, Doktorandin in der Arbeitsgruppe Molekulare Gastroenterologie und Tumorbiologie und ANNA WILLMS, Doktorandin in der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie, beide ebenfalls am IET, wurden für ihre naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Die Preise sind mit je 2.000 Euro dotiert.

Anna-Kristina Pries
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation