Ganz großes Kino

Webserien von Kieler Studierenden im Kino in der Pumpe zu sehen

Dreh einer Webserie
© Jennifer Ruske, Uni Kiel

Studierende eines medienwissenschaftlichen Seminars an der Uni Kiel drehten eigene Webserien.

Wie sind Serien beschaffen, die speziell fürs Internet gedreht wurden? Dieser Frage sind Studierende eines medienwissenschaftlichen Seminars an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit der Kamera nachgegangen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden nun im Kino in der Pumpe präsentiert.

Eine Krimi-Komödie in mehreren Teilen hat die Gruppe um Hiske Harm, Silke Feyerabend und Ron Fischer realisiert. Die Gruppe ist eine von insgesamt fünf, die sich in dem Seminar, das über den PerLe-Fonds für Lehrinnovation 2019 vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) gefördert wurde, unter Leitung von Dr. Markus Kuhn, Professor für Medienwissenschaft im Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien, mit dem Thema audiovisuelle Serien im Internet befassen. Und das nicht nur theoretisch: „Die Kieler Uni ist eine von wenigen in Deutschland, die in dem Studiengang ein eigenes Praxismodul anbieten“, erklärt Kuhn. Nach einem theoriebasierten Seminar im Sommersemester, bei dem es auch um die Fragen nach dem Fernsehen der Zukunft, der Weiterentwicklung des sozialen Netzes und dem kritischen Umgang mit der Unterhaltungsindustrie ging, beschäftigten sich die Studierenden im Wintersemester ganz praktisch mit den Themen Drehbuch schreiben, Kameraführung, Ton und Schnitt. Unterstützung gab es dabei von fachkundigen Gastdozentinnen und -dozenten. Im Anschluss folgte der Dreh und die Postproduktion der eigenen Webserie.

Den 23 Studierenden wurden dabei keine Grenzen gesetzt. Umso kreativer sind die Ergebnisse. Zwei Dokumentationen gibt es – die eine stellt die Kieler Musikszene in mehreren Folgen vor, die andere porträtiert physisch und psychisch kranke Menschen – sowie drei fiktive Geschichten, die vom Inhalt und dem Genre unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz des minimalen Budgets und nicht zuletzt trotz der Unwägbarkeiten beim Drehen, die Zeit kosten, wie Regen, Autos, die ungewollt durchs Bild fahren, oder Hustenanfälle von Passanten, die den Ton stören, war die Motivation der Teams riesig, so Kuhn. Zu sehen sind die Webserienfolgen seit Mitte April im Internet. Die Premiere der Webserien erfolgte am 17. April jedoch ganz klassisch – im Kino in der Kieler Pumpe. Weitere Vorführungen gibt es am 24. und 30. April um 20:30 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 6 Euro).

Das Wichtigste in Kürze:

  • Was: Filmvorführung der Webserien im Kino in der Pumpe
  • Wann: Mittwoch, 24. April, und Dienstag, 30. April, um 20:30 Uhr
  • Wo: Die Pumpe, Haßstraße 22, 24116 Kiel
  • Mit Eintritt.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Dr. Markus Kuhn
0431/880-3360
mkuhn@ndl-medien.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Tobias Oertel
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation