Digitalisierung in Studium und Lehre

Verbund schleswig-holsteinischer Hochschulen qualifiziert sich für Strategieberatung

Eine Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz

Was kommt nach dem Digitalisierungsschub der Corona-Pandemie? Wie lassen sich die gewonnenen Erfahrungen für die Weiterentwicklung von Hochschulstrategien im Bereich Studium und Lehre nutzen? Und wie können die Erkenntnisse am effektivsten miteinander geteilt werden? Für die tiefergehende Auseinandersetzung mit diesen zukunftsweisenden Fragen bietet das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) bundesweit eine bedarfsorientierte Strategiebegleitung an. In dem Auswahlprozess 2021/22 setzte sich jetzt – neben vier einzelnen Hochschulen – erstmals eine Verbundbewerbung durch: Alle staatlichen Hochschulen Schleswig-Holsteins profitieren damit von der sogenannten Peer-to-Peer-Beratung, einer individuellen Strategiebegleitung durch erfahrene, internationale Expertinnen und Experten. Stellvertretend für alle neun staatlichen Hochschulen in Schleswig-Holstein reichten die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Europa-Universität Flensburg (EUF), die Fachhochschule Westküste und die Technische Hochschule Lübeck (THL) den erfolgreichen Verbundantrag ein.

Im Rahmen der Landesrektorenkonferenz haben die Hochschulen Schleswig-Holsteins einen Strategieprozess gestartet, um die Digitalisierung der hiesigen Hochschullandschaft voranzutreiben. „Dieser Prozess kann durch die Peer-to-Peer-Beratung entscheidend unterstützt und vorangetrieben werden“, betont der LRK-Vorsitzende Dr. Christoph Jansen, Präsident der Hochschule Flensburg. Aktuell erfolge bereits eine Bestandsaufnahme der Digitalisierungsaktivitäten an den einzelnen Hochschulen, um Schnittmengen und Synergien für die Zusammenarbeit zu identifizieren, denn „jede Hochschule im Land ist aktuell mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert und findet eigene gute Lösungen. Dieser Prozess soll stärker vernetzt ablaufen, um von den jeweiligen Erfahrungen gegenseitig zu profitieren und wechselseitige Unterstützungsmechanismen zu etablieren“, so Jansen.

Positive Beispiele, wie diese Synergien genutzt werden können, gibt es bereits einige im Land: So arbeiten unter dem Titel ITSH-edu die Rechenzentren der Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen an gemeinsamen Infrastrukturlösungen für die Lehre. Auf der FutureSkills-Plattform bieten die Hochschulen gemeinsame digitale Lehr-Lerninhalte an, mit deren Hilfe Kernkompetenzen für die digitale Arbeits- und Lebenswelt vermittelt werden. Der geplante Digital Learning Campus soll künftig an physischen Lernorten den Umgang mit digitalen Anwendungen und Technologien thematisieren und eng mit der FutureSkills-Plattform verknüpft werden.

Konkret versprechen sich die schleswig-holsteinischen Hochschulen von der Strategiebegleitung neue Impulse dafür, wie die vorhandenen und neuen Initiativen stärker vernetzt werden und damit die Digitalisierung der Lehre vorantreiben können. Jansen: „Wir wollen auf zukünftige Herausforderungen reagieren können, aber auch aktiv nachhaltig wirkende Digitalisierungsstrukturen aufbauen.“

Hintergrundinfo:

Die Landesrektorenkonferenz Schleswig-Holstein ist ein Zusammenschluss der neun staatlichen Universitäten, Fachhochschulen und künstlerischen Hochschulen sowie der vier staatlich anerkannten Fachhochschulen. Sie dient dem Austausch und der Zusammenarbeit zu übergreifenden hochschulpolitischen Themen. 

Pressekontakt:

Torsten Haase
Pressesprecher
Hochschule Flensburg
torsten.haase@hs-flensburg.de
0461/805 1304