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Personalmeldungen Mai 2019

1. Gedenken an verstorbene Mitglieder

Wir trauern um

Professor Dr. med. MIKLÓS MÁLYUSZ, der am 25. April im Alter von 82 Jahren verstarb. Er studierte in Ungarn und Russland Medizin und arbeitete ab 1971 am Physiologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sein Arbeitsgebiet war die Physiologie und Pathophysiologie der Niere, wobei er sich besonders mit dem Stoffwechsel des Organs und der Ausscheidung des Ammoniums auseinandersetzte. Mályusz wurde 1979 auf eine C3-Professur für vegetative Physiologie berufen und Direktor des Physiologischen Instituts. Von 1994 bis 1996 war er Dekan der Medizinischen Fakultät unserer Universität, von 1996 bis 2001 Mitglied des Hohen Senats.

Privatdozent Dr. RUDOLF SCHNABEL, der am 26. Mai im Alter von 71 Jahren verstarb. Schnabel war von 1990 bis 2013 am Mathematischen Seminar der Universität Kiel tätig, seit 2005 als Akademischer Oberrat. In dieser Zeit hat er sich große Verdienste um die Lehre erworben, insbesondere in der Ausbildung der Studierenden für das Lehramt. In seiner Forschung hat er sich vor allem mit der axiomatischen Fundierung der Geometrie und Grundlagen der Mathematik in diversen Themenbereichen beschäftigt. Auch nach seiner Pensionierung blieb er der Universität und dem Mathematischen Seminar eng verbunden.

Professor Dr. FRIEDRICH WAGNER, der am 10. Mai im Alter von 81 Jahren verstarb. Nach seiner Berufung an das Institut für Theoretische Physik und Astrophysik im Jahr 1984 hat sich Wagner als Direktor und als Geschäftsführender Direktor mit großem Engagement für die Belange des Instituts eingesetzt. Als akademischer Lehrer hat er über viele Jahre Studierenden die Gedankenwelt der Theoretischen Physik eröffnet. Auch nach seiner Emeritierung im Jahre 2003 hat er sein wissenschaftliches Forschungsgebiet intensiv weiterverfolgt. In fächerübergreifenden Kooperationen wandte er zum Beispiel die Konzepte der Physik auf Fragen der Ökonomie an.

2. Gremien und Wahlen

Die Mitgliederversammlung des Forschungsschwerpunkts KiNSIS (Kiel Nano, Surface and Interface Science) hat am 10. Mai drei neue Sprecher gewählt. Ab sofort vertreten Professor Dr. JEFFREY McCORD (Nano Engineering) und Professor Dr. rer. nat. KAI ROSSNAGEL (Nano Physics) die Interessen des Schwerpunkts als Sprecher. Professor Dr. rer. nat. NORBERT STOCK (Nano Chemistry) ist neuer stellvertretender Sprecher zusammen mit Professor Dr. med. Dr. rer. nat. INGOLF CASCORBI (Nano Life Science), der 2017 gewählt wurde und für ein weiteres Jahr im Amt bleibt. Nach dem regulären Ablauf ihrer zweiten Amtszeit schieden Professor Dr. RAINER ADELUNG (Nano Engineering), Professor Dr. rer. nat. OLAF MAGNUSSEN (Nano Physics) und Professor Dr. rer. nat. FELIX TUCZEK (Nano Chemistry) aus der Sprechergruppe aus.

3. Erhaltene, angenommene und abgelehnte Rufe an Kieler Wissenschaftler

Professor Dr. med. GUNNAR CARIO, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I, hat einen Ruf auf die W2-Professur für Klinische Studien in der pädiatrischen Onkologie an die Medizinische Fakultät erhalten.

Professor Dr. rer. nat. ARNE KÖRTZINGER, Forschungsbereich 2: Marine Biogeochemie an der CAU sowie Meereschemiker am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, und Dr. rer. nat. JÖRN SCHMIDT, Fischereibiologe an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät, teilen sich seit Mai den UNESCO-Lehrstuhl für Integrierte Meereswissenschaften. Damit hält die CAU auch weiterhin einen von nur zwölf UNESCO-Lehrstühlen in Deutschland. Die UNESCO vergibt die Lehrstühle, um internationale Beziehungen zu stärken und wissenschaftlichen Nachwuchs in so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern.

4. Von externen Einrichtungen vergebene Ehrungen, Auszeichnungen und Preise

Privatdozent Dr. phil. CLAAS LATTMANN, Institut für Klassische Altertumskunde, erhielt am 3. Mai den Bruno-Snell-Preis der Mommsen-Gesellschaft für seine Forschungen zur theoretischen Fundierung der Mathematik als Fachwissenschaft im antiken Griechenland des 4. Jahrhunderts vor Christus. Insbesondere wurde er für sein Buch „Mathematische Modellierung bei Platon zwischen Thales und Euklid“ (erschienen im Verlag De Gruyter) ausgezeichnet, mit dem er sich zu Beginn des vergangenen Jahres an der Philosophischen Fakultät der CAU habilitierte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre durch den Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Griechisch-Römischen Altertumswissenschaften verliehen.

Professor Dr. STEFAN ROSE-JOHN, Biochemisches Institut, ist der diesjährige Preisträger der Jacob-Henle-Medaille Rose-John. Die Auszeichnung, die ihm am 21. Juni von Professor Dr. Michael P. Schön (Dekan für Allgemeine Akademische Angelegenheiten der Universitätsmedizin Göttingen) überreicht wird, erhält er für sein Lebenswerk auf dem Gebiet der Entzündungsforschung. Die Jacob-Henle-Medaille wird seit 1988 jährlich von der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen für herausragende, medizinisch relevante wissenschaftliche Leistungen vergeben. Namensgeber der Medaille ist der Göttinger Anatom und Physiologe Friedrich Gustav Jacob Henle (1809 bis 1885).

Der Deutsche Studienpreis für Archäologie geht in diesem Jahr an CLEMENS SCHMID, M.A., für seine Masterarbeit „Ein computerbasiertes Cultural Evolution Modell zur Ausbreitungsdynamik europäisch-bronzezeitlicher Bestattungssitten“. Herausragend fand die Jury die Umsetzung statistischer Analysen mit der Entwicklung eines dynamischen Modells und die konsequente Verwendung neuer Medien mit vollständig und transparent dokumentiertem Code, freien Anwendungen und offenen Daten. Die Preisverleihung findet am 21. Juni im Rahmen der DGUF-Jahrestagung in Bonn statt.

5. Ämter in externen Gremien und Fachgesellschaften

Professor Dr. med. JAN-TORSTEN GRÄSNER, Direktor des Institut für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, sowie Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der CAU, wurde erneut zum 1. Sprecher des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Notfallmedizin gewählt. Gräsner ist national und international wissenschaftlich im Bereich Notfallmedizin, Qualitätsmanagement und insbesondere Reanimation aktiv und hat hierzu zahlreiche Fachartikel veröffentlicht. Wiedergewählt wurde er auf dem Deutschen Anästhesiecongress, der in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai in Leipzig stattfand.

Farah Claußen
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation