Prof. Daniela Berg erhält international beachtete Auszeichnung für ihre Forschung zur Parkinson-Erkrankung

Prof. Dr. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wurde bei einem international besetzten Symposium zur Parkinson-Erkrankung für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung geehrt. Sie erhielt den Jay-Van-Andel-Award für ihre „bahnbrechenden Ansätze, Frühzeichen der Erkrankung zu identifizieren und daraus neue diagnostische Kriterien zu entwickeln“, hieß es aus dem Van-Andel-Institut im US-amerikanischen Grand Rapids, Michigan, das den Preis vergibt.

Die Arbeit von Prof. Daniela Berg revolutioniere das Verständnis der Parkinson-Erkrankung und werde die Art, wie die Krankheit künftig behandelt wird, verändern, erläuterte das Institut in einer Pressemitteilung (Zitate übersetzt aus dem Englischen). Das Symposium, bei dem die Auszeichnung überreicht wurde, findet vom 23. bis 25. September 2020 statt – die Teilnahme ist in diesem Jahr erstmals nur online möglich. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die ohne die hervorragende Arbeit vieler Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte und darf, nicht möglich gewesen wäre“, sagt Prof. Berg.

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die mit einem schrittweisen Verlust von Nervenzellen einhergeht. Sie führt zu einer gravierenden Einschränkung der Beweglichkeit und verändert stark das Denken, Fühlen, Schlafen und viele andere körperliche Funktionen wie die Verdauung. Bevor typische Symptome auftreten, schreitet meist bereits über Jahre ein neurodegenerativer Prozess voran. Wesentlicher Forschungsinhalt von Prof. Berg ist das Aufspüren von Risikofaktoren und biologischen Merkmalen, die auf diesen krankhaften Prozess im Körper hinweisen, um eine sehr frühe Diagnose zu ermöglichen. So hat sie zusammen mit dem Neurologen Prof. Ron Postuma aus Montreal, Canada, der gemeinsam mit ihr ausgezeichnet wurde, Kriterien zur Frühdiagnose aufgestellt, die auf einem mathematischen Wahrscheinlichkeitsmodell beruhen und eine wichtige Grundlage für künftige Forschungsarbeiten darstellen. Ein weiteres Ziel der Neurologin ist es, bessere individualisierte Therapieoptionen zu entwickeln.

Das Van-Andel-Institut ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die die Erforschung verbreiteter Leiden wie Krebs und neurodegenerative Erkrankungen unterstützt und Expertinnen und Experten aus aller Welt zusammenbringt. Der Jay-Van-Andel-Award wird jährlich an einen oder zwei Wissenschaftler verliehen.

Für Rückfragen von Journalisten steht zur Verfügung:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Neurologie
Prof. Dr. Daniela Berg
0431 500-23800
daniela.berg@uksh.de

©UKSH

Prof. Dr. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie des UKSH, Campus Kiel, ist Expertin für die Parkinson-Erkrankung.

Verantwortlich für die Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
0173 4055 000
Oliver.Grieve@uksh.de

Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3 · 24105 Kiel
0431 500-10 700

Campus Lübeck
Ratzeburger Allee 160 · 23538 Lübeck
0451 500-10 700

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation