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CAU vergibt erstmals Zertifikat für Diversität und Intersektionalität

Studentin absolviert neues Qualifizierungsprogramm

Kerstin Lemmerz ist die erste Empfängerin des „Zertifikats für Diversität und Intersektionalität“ am Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Ziel des neuen, fächerübergreifenden Studienprogramms ist es, besondere Kompetenzen im Bereich Antidiskriminierung zu vermitteln. Professorin Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität überreichte die Urkunde an die Bachelorstudentin.

Das Zertifikat kann je nach Studiengang zumeist im freien Wahlbereich, aber auch als Fachergänzung erworben werden. In interdisziplinären Lehrveranstaltungen setzen sich die Teilnehmer*innen des Qualifizierungsprogramms mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Rassismus, Ausgrenzung und Privilegierung auseinander. „Mit dem Zertifikat bieten wir den Studierenden aller Fächer eine individuelle Möglichkeit, sich im Rahmen ihres Studiums für gesellschaftlich wichtige Themen zu sensibilisieren. Schließlich soll unsere Universität ein Ort der Bildung sein, auch über die eigenen Fachgrenzen hinaus“,erklärt Pistor-Hatam.

Sensibilisiert für gesellschaftliche Herausforderungen

Im Zentrum des neuen Studienprogramms steht die Frage, wie Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ethnischen Zugehörigkeit, dem Geschlecht, dem Alter, der sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder der Religion und Weltanschauung gemeinschaftlich gut leben können. Ein wichtiger Bestandteil ist neben der Expertise aus der Forschung auch die Begegnung mit   diversitätserfahrenen Menschen. „Damit eröffnen sich für die Studierenden oft ganz neue Ansätze, ihre eigene Haltung zu reflektieren, sich gesellschaftlich zu engagieren oder tiefer in die Forschung zu den Themen zu schauen“, sagt Anne Rabe, Koordinatorin des Schwerpunktprogramms.

Absolventin Lemmerz, die ihren Schwerpunkt in der Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit gewählt hat, hat für die Zertifizierung zunächst Gundlagenwissen in einem Basisseminar erworben und vertiefende Seminare und Vorlesungen besucht. Die schriftliche Abschlussleistung wird am ZfS erbracht. In ihrer Ausarbeitung hat Lemmerz ihre Zukunftsvision von einer Gesellschaft entworfen, die für Diversität sensibilisiert ist. Im Fokus steht dabei auch die Intersektionalität, also das Bewusstsein dafür, dass eine Person wegen mehrerer Kategorien ausgegrenzt werden kann, etwa zugleich wegen Geschlecht und Herkunft. Die Studentin sieht auch eine persönliche Verantwortung. „Ich möchte zu einer gerechteren Zukunft für Frauen beitragen“, sagt sie. „Durch das Zertifikat habe ich viele Perspektiven kennengelernt und neue Impulse, um mich beruflich und gesellschaftlich für Diversität einzubringen.“

Ein fächerübergreifendes Studienprogramm an der Uni Kiel

Entwickelt wurde der Schwerpunkt „Diversität & Intersektionalität“ am ZfS gemeinsam mit dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe). Das Programm verbindet bestehende Lehrangebote verschiedener Fachbereiche wie der Soziologie, Politikwissenschaft oder Geschichte mit den Qualifizierungsangeboten des ZfS und dem Arbeitsbereich Gender und Diversity an der CAU. Es richtet sich an interessierte Studierende mit und ohne Vorwissen. Derzeit können sie aus einem Angebot von mehr als 20 verschiedenen Seminaren, Übungen und Vorlesungen wählen und ECTS-Punkte erwerben. Das essentielle Basisseminar findet auch in diesem Wintersemester statt.

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Kontakt:

Anne Rabe
Zentrum für Schlüsselqualifikationen
0431/880-2682
rabe@zfs.uni-kiel.de

Anna-Kristina Pries
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation