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Der Klimawandel und seine Auswirkungen in Afghanistan

Digitale Podiumsdiskussion Teil der Kieler Kulturwochen

Anlässlich der aktuell laufenden „Kulturwochen Afghanistan – der andere Blick“ lädt das EnJust-Netzwerk der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung SH am Dienstag, 24. November, zu einer digitalen Podiumsdiskussion ein. Von 18:00 bis 20:00 Uhr geht es um die Auswirkungen des Klimawandels in Afghanistan. Denn das Land leidet seit mehr als vier Jahrzehnten unter einem Krieg, der sich nicht auf seine Grenzen beschränken lässt, sondern regionale und sogar internationale Dimensionen hat. Zudem wird es als eines der Länder eingeschätzt, das von den negativen Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere im Zusammenhang mit Dürren und Überschwemmungen, am stärksten betroffen sein könnte. Die Temperatur könnte dort auch stärker ansteigen als im globalen Durchschnitt. Welche Auswirkungen wird der Klimawandel auf die Entwicklung des Landes haben? Wie wird es sich auf die Lebensgrundlage der afghanischen Bevölkerung auswirken, dass 60 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt sind? Was sind die möglichen Auswirkungen auf die Zukunft eines Friedensprozesses im Land? Und wie wird das Verhältnis zu den beiden Nachbarn – Iran und Pakistan – durch die Wasserknappheit beeinflusst? Diese und weitere Fragen sind Inhalt der digitalen Podiumsdiskussion und werden im Gespräch Expertinnen und Experten analysiert.

Die Gäste sind:

  • Alias Wardak – Experte in den Bereichen Wasser und Energie, Dozent an der Universität Siegen, arbeitet seit 11 Jahren als Politikberater und Manager für Infrastrukturprojekte in Afghanistan
  • Benafsha Mirbacha – Expertin für Wasserdiplomatie und regionale Zusammenarbeit, zivilgesellschaftliche Aktivistin mit umfassender Erfahrung in Forschung und Anwaltschaft
  • Mujib Ahmad Azizi – Forscherin in der afghanischen Forschungs- und Evaluierungseinheit, mit besonderem Schwerpunkt auf Wassermanagement

Die Veranstaltung wird moderiert von Teresa Inclán, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, und Prof. Florian Dünckmann, Fachbereich Geographie an der CAU.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Podiumssprache ist Englisch. Die Zugangsdaten werden am Tag der Veranstaltung (24. November) auf der EnJust-Website bereitgestellt: https://enjust.net/de/zugangsinformationen-fur-die-digitale-podiumsdiskussion/.


Über das EnJust-Netzwerk

Das EnJust-Netzwerk Umweltgerechtigkeit wurde 2018 am Geographischen Institut an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gegründet. Ziel des Netzwerks ist die Förderung des Austauschs zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft durch die Schaffung analoger und digitaler Kommunikationsräume, sowie der Initiierung gemeinschaftlicher Forschung. EnJust ist ein lebendiges Netzwerk, das für Fragen der Umweltgerechtigkeit sensibilisiert und die demokratische Beteiligung der Betroffenen von Umweltproblemen stärkt.
Mehr Informationen: www.enjust.net
 

Über das Projekt „Kulturwochen – der andere Blick“

Das Projekt „Kulturwochen – Der andere Blick“ setzt im November 2020 seinen Länderfokus auf Afghanistan. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm in der Landeshauptstadt Kiel gibt Einblicke in das Land, bietet den Raum zum Austausch und lädt ein, den eigenen Blick zu erweitern. Das Projekt wird von der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein koordiniert. Ein breites Netzwerk aus Partner*innen gestaltet das vielfältige Veranstaltungsprogramm. In einem digitalen Programm aus Filmen, Vorträgen und Diskussionen entsteht Raum für Austausch und Solidarität. Innerhalb der Veranstaltungen wird auf die Zeitgeschichte des Landes geblickt, Themen wie Frauenrechte und Klimawandel rücken in den Fokus, Menschen aus Afghanistan bekommen eine Plattform, um selbst zu berichten.
Mehr Informationen: www.kulturwochen-kiel.de

Ausgetrockneter Boden, darauf sind Schatten von Menschen zu sehen.
© Stephen Dupont

Reaktion auf die Aufrufe der UNO zur Dürre- und Konflikthilfe, die im vergangenen Jahr die Lieferung von Nahrungsmitteln an 32.000 betroffene Schülerinnen und Schüler in Oruzgan einschloss. Mazar, Afghanistan 2002.

Kontakt:

Prof. Florian Dünckmann
duenckmann@geographie.uni-kiel.de

Jenny Bischoff
EnJust-Netzwerk Umweltgerechtigkeit
enjust@geographie.uni-kiel.de

Teresa Inclán
Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein e.V.
inclan@boell-sh.de

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation