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Studierende der Uni Kiel diskutieren im Silicon Valley über die digitale Zukunft

Deutsch-amerikanische Konferenz in Kalifornien bringt Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen

Wie wollen wir in Zukunft lernen und arbeiten, uns fortbewegen oder mit unseren Daten umgehen? Welche Rolle werden Technologien wie Künstliche Intelligenz dabei spielen? Mitten im Silicon Valley tauschen sich junge Talente und Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Start-ups drei Tage lang über die Auswirkungen technischer Innovationen auf Wirtschaft und Gesellschaft aus. Bei der deutsch-amerikanischen Konferenz „Transatlantic Sync“, die vom 27.- 29. Oktober in Mountain View, Kalifornien, stattfindet, nehmen auch zehn Studierende und Promovierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) teil. Sie hatten sich erfolgreich um ein Konferenzstipendium aus den Mitteln des Internationalisierungsfonds der CAU beworben. Die Konferenz ist Teil der Initiative „Deutschlandjahr USA“ des Auswärtigen Amtes und dient der Förderung transatlantischer Beziehungen.

Masterstudierende und Promovierende aller Fachrichtungen der CAU konnten sich um das Stipendium für die Konferenz „Transatlantic Sync. Germany & Silicon Valley: Shaping a shared digital future” bewerben. Aus dem Internationalisierungsfonds der CAU werden Tagungsgebühren sowie Unterkunfts- und Reisekosten übernommen. Die zehn erfolgreichen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Ingenieurswissenschaften, Informatik, BWL, Agrarwissenschaften, Physik, Philosophie und Medizin hören vor Ort Vorträge hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter aus internationalen Unternehmen, der Wissenschaft sowie der Politik. „Interessant fand ich vor allem, dass heutige Algorithmen der Künstlichen Intelligenz einen Bias haben können, also bestimmte Aspekte verstärkt bewerten“, sagt Physik-Studentin Anna Summers. Die Kieler Studierenden stellen auch ihre eigene Forschung auf Postern vor. In Workshops und Diskussionsrunden geht es außerdem darum, unter dem Motto „Building a new transatlantic bridge resting on technology cooperation” neue Formate der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit zu entwickeln.

Die Idee zu der Tagung kommt von deutschen und amerikanischen Studierenden und Promovierenden der kalifornischen Stanford University. Zum Organisationsteam gehört mit dem Kieler Lars Thorben Neustock auch ein ehemaliges Mitglied der Arbeitsgruppe von Martina Gerken, Professorin für Integrierte Systeme und Photonik an der CAU. Sie hat die Konferenzstipendien an der CAU initiiert und begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die amerikanische Westküste. „Das ist eine tolle Möglichkeit für die Studierenden, mit Vordenkern der Digitalisierung an einem der spannendsten Orte der Welt zusammenzukommen. Hier herrscht eine einzigartige Atmosphäre, von der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicherlich viel mitnehmen werden“, sagt Gerken. Sie selbst ist Elektrotechnik-Absolventin der Stanford University, vor Ort bestens vernetzt und plant, Kooperationen in der Wissenschaft und mit Unternehmen der Region weiter auszubauen.

Seit 2017 gehört San Francisco zu den Partnerstädten Kiels. Mit Blick auf Wissenschaft und Transfer möchte die CAU den Austausch mit der Bay Area in Kalifornien nachhaltig ausbauen. Mit ihrem Internationalisierungsfonds will die Landesuniversität unter anderem die Rahmenbedingungen für internationale Partnerschaften und Mobilität, die Internationalisierung des Studienangebots und die internationale Nachwuchsförderung weiter verbessern.

Nach ihrer Rückkehr wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der CAU ihre wichtigsten Erkenntnisse am 5. Dezember, von 16:00 bis 19:00 Uhr, im Inkubator der CAU öffentlich präsentieren und mit Vertreterinnen und Vertretern der schleswig-holsteinischen Politik, Wirtschaft und Start-up-Szene diskutieren. 
 

Weitere Informationen:
www.transatlantic-sync.com/
www.graduiertenzentrum.uni-kiel.de/de/termine/internationalisierungsfonds-2020-der-cau

Kontakt:

Prof. Dr. Martina Gerken
Arbeitsgruppe Integrierte Systeme und Photonik
Technische Fakultät der CAU
+49 431 880-6250
mge@tf.uni-kiel.de

Redakteurskontakt:

Julia Siekmann
Referentin für Wissenschaftskommunikation, Forschungsschwerpunkt Kiel Nano Surface and Interface Sciences (KiNSIS)