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Der Klang des Geldes

Erfolgreiches musikwissenschaftliches Symposium an der Uni Kiel

Von Donnerstag, 7. November, bis Sonntag, 10. November, fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) das 32. Symposium des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaften (DVSM) statt. Unter dem Titel „Ka-Ching! Der Klang des Geldes“ tauschten sich rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ökonomische, soziale und ästhetische Aspekte von Geld und Musik aus.

Geld und Musik sind auf unterschiedliche Weise miteinander verknüpft. Schon die bekannten Bands Pink Floyd, Dire Straits oder ABBA haben sich in ihren Liedern der Geld-Thematik gewidmet. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch die Wirtschaftlichkeit der Musikindustrie sowie der digitale Wandel. In der heutigen Zeit geht es nun nicht mehr um Plattenverkäufe, sondern primär um Klicks auf Musiktitel von Streamingdiensten, die Musikerinnen und Musikern jeweils Bruchteile eines Cents einbringen. „Auch ein Blick auf die Musikgeschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück verrät, dass Komponistinnen und Komponisten sowie Verlegerinnen und Verleger nicht nur aus künstlerisch-ästhetischer Ideologie handelten, sondern vielmehr bewusst marktrelevante Werkeigenschaften – wie etwa eine bestimmte Gattung oder ein Widmungsträger – erkannten und sich zu Nutze machten“, war sich das Organisationsteam einig.

Eine große musikalische Festaufführung im Brahms-Saal der CAU bildete am Donnerstagabend den Höhepunkt am ersten Tag der mehrtägigen Veranstaltung. „Wir haben das Symposium mit einer Gruppe von sieben Studierenden, Promovierenden und Alumni auf die Beine gestellt“, sagte Mit-Organisator Erko Petersen vom Musikwissenschaftlichen Institut. „Insgesamt dauerten die Vorbereitungen eineinhalb Jahre.“ In 20 Vorträgen, acht Panels und einer Abschlussdiskussion wurde etwa über Vermarktungsstrategien, Urheberrecht oder Musikökonomie gesprochen. „Wir sind an diesem Wochenende sehr interdisziplinär aufgestellt“, freut sich Anna-Lena Bach, die gemeinsam mit Petersen den Workshop „Konzerthaus der Zukunft?“ moderierte. Denn an dem Symposium nahmen auch Fachleute aus den Bereichen der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften teil.

Das Organisationsteam zieht ein positives Schlussfazit: „Die Tagung war ein voller Erfolg. An diesem Wochenende ist uns allen noch einmal bewusstgeworden, wie groß die Relevanz des Themas für die Musikwissenschaft ist.“ Im Anschluss an die Veranstaltung soll nun ein Tagungsband veröffentlicht werden, der die wichtigsten Erkenntnisse des Symposiums bündelt.

Weitere Informationen:

www.klangdesgeldes.de

Kontakt:

Anna-Lena Bach und Erko Petersen
info@klangdesgeldes.de

Tobias Oertel
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation