70 Mal Zukunft: CAU vergibt Deutschlandstipendien

Gruppenbild mit 70 Stipendiaten
© Axel Schön, Uni Kiel70 Mal Zukunft: Erstmalig vergab die CAU Deutschlandstipendien an Studierende, deren bisheriger Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt.

Zum Wintersemester 2011/2012 vergibt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum ersten Mal das Deutschlandstipendium. 70 Studierende, deren bisheriger Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt, werden ein Jahr lang mit monatlich 300 Euro gefördert. Die eine Hälfte des Geldes kommt dabei von privaten Stifterinnen und Stiftern, die andere vom Bund. Bei einer offiziellen Feierstunde am Montag, 17. Oktober, übergaben CAU-Präsident Professor Gerhard Fouquet sowie private Spenderinnen und Spender die Kieler 70 Deutschlandstipendien an die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Für die neue Ausschreibungsrunde werden weitere Stipendiengeberinnen und -geber gesucht.
„Erfolgreiche und zufriedene Studierende sind essenziell für eine Universität, die wie die CAU international vernetzt arbeitet und dabei fachübergreifend denkt und handelt. Das Deutschlandstipendium hilft uns sehr, besonders motivierte Studierende für Kiel zu begeistern. Spenderinnen und Spender indes können unmittelbar erleben, wie ihr Geld jungen Menschen auf ihrem Weg in die Wissenschaft hilft. Deshalb ist es für uns mehr als Gold wert“, lobte Professor Gerhard Fouquet, Präsident der CAU, das Programm.
Stellvertretend für das Bundesministerium für Bildung und Forschung bedankte sich Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein bei allen Stifterinnen und Stiftern für ihr Engagement. „Ohne Sie wäre der heutige Auftakt nicht möglich.“ Laut Andreßen habe der Bund mit dem Deutschlandstipendium den Grundstein für den Aufbau einer neuen Stipendienkultur in Deutschland gelegt. Es schaffe Anreize für Spitzenleistungen, begegne dem steigenden Fachkräftebedarf im akademischen Bereich und biete neue Chancen für alle Beteiligten.
Der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein, Ulrich Wachholtz, beleuchtete das neue Stipendienprogramm aus Sicht der Wirtschaft. Für diese sei seit jeher klar, dass der Wirtschaftsstandort Norddeutschland exzellente und wettbewerbsfähige Hochschulen brauche, die auf hohem Niveau forschen, lehren und weiterbilden. „Mehr denn je ist unsere Gesellschaft, damit auch die Wirtschaft, angewiesen auf exzellent ausgebildete Hochschulabsolventen. Mit Stipendienprogrammen wie diesem haben die Universitäten eine gute Möglichkeit, Begabte für sich zu gewinnen und zu fördern. Ebenso stellen die Stipendien für die Unternehmen ein wirksames Instrument der Talentbindung dar.“
Das Deutschlandstipendium entlaste die Familien der Stipendiatinnen und Stipendiaten und gebe die Freiheit, den Blick über den Tellerrand der Universität zu wagen, beschreibt Chemie-Studentin Dagny Ullmann die Vorzüge des Programms: „Das Deutschlandstipendium wird uns viele Türen öffnen und neue Denkanstöße geben. Es ist eine große Ehre, es zu erhalten. Wir spüren dadurch, dass unsere Arbeit, das Durchhaltevermögen und die eigene Kreativität geschätzt werden und hoffen auf viele interessante fächerübergreifende Kontakte und neue Erfahrungen in Wissenschaft und Wirtschaft.“

Mehr Informationen zum Deutschlandstipendium im Internet unter:
www.uni-kiel.de/foerderer/stipendien
oder bei
Sabine Große-Aust
0431/880-1490
  sgrosse-aust@praesidium.uni-kiel.de.