„An den Rändern der Sprache“

Eine Frau spricht in ein Dosentelefon
© PexelsIn der Sprache gibt es viele Rand-, Grenz- und Übergangsphänomene, denen die Ringvorlesung „An den Rändern der Sprache“ auf den Grund gehen will.
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Ohne Sprache keine Kommunikation – das lernt bereits jedes Kind im Grammatikunterricht. Doch es gibt neben Wörtern mit festgelegter Bedeutung auch sprachliche Phänomene, die aus dem Raster fallen. Ab Dienstag, 17. April, werden in der Ringvorlesung „An den Rändern der Sprache“ des Forschungszentrums „Arealität und Sozialität in der Sprache“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unterschiedliche Rand-, Grenz- und Übergangsphänomene in der Sprache thematisiert. Sowohl Vertreterinnen und Vertreter der CAU als auch externe Gäste unterschiedlicher sprachwissenschaftlicher Disziplinen stellen diese anhand von Beispielen vor und erklären sie.

Im Zentrum der Ringvorlesung stehen besondere Aspekte von Sprache, die zwar ein Teil der Kommunikation sind, aber häufig ein eher geringes wissenschaftliches Interesse hervorrufen. Hierzu zählen zum Beispiel Wörter, die spontan zum Ausdruck von Gefühlen (autsch!) oder zur Aufforderung (Psst!) genutzt werden. Emotionen spielen auch bei Kosenamen oder Schimpfwörtern eine Rolle. Daneben gibt es begleitend zum Sprechen auch akustische Signale wie Räuspern, Hüsteln oder Lachen, die bestimmte kommunikative Funktionen erfüllen. Dr. Jürgen Trouvain von der Universität des Saarlandes spricht in seinem Eröffnungsvortrag über das Lachen in Gesprächen aus phonetischer Perspektive. Andere Vorträge handeln von der charismatischen Sprache in der Politik, Geheimsprachen und davon, wie man mit Robotern spricht.

Interessierte sind herzlich zu der kostenfreien Veranstaltungsreihe eingeladen.

Ausführliches Programm:

www.uni-kiel.de/download/pm/2018/2018-084-rv-sprache.pdf

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Ringvorlesung „An den Rändern der Sprache“

Wann: Ab 17. April, immer dienstags, um 18:15 Uhr

Wo: Seminarraum 204, Leibnizstraße 1, 24118 Kiel

TERMINE

17.4. Lachen in Gesprächen aus phonetischer Perspektive

24.4. Lebhafte Anschauung von Ideen in Lautgestalt: Ideophone in den Sprachen der Welt

8.5. Charismatische Sprache in der Politik: Warum jede 'Stimme' zählt

15.5. Kuusche skal üs möle du. Baby Talk im Nordfriesischen

22.5. Je suis Charlie. Welche Grenzen überschreitet die Sprache?

29.5. Kreativer Sprachgebrauch bei Lewis Carroll

5.6. Geheimsprachen

12.6. Geräusche in der Sprache

19.6. Nonstandard speech: marginal or mainstream?

26.6. Mama, sing mir mal das Buch! Singen am Schnittpunkt zwischen Musik und Sprache

3.7. Interjektionen – Naturlaute oder lautsprachliche Zeichen?

10.7. Mit Robotern sprechen

17.7. Lautsymbolik – Vorkommen, Wirkung, Nutzen

Kontakt:

Professor Michael Elmentaler

Tel.: 0431/880-2318

E-Mail: elmentaler@germsem.uni-kiel.de

www.germanistik.uni-kiel.de