Andersen-Ausstellung in der Universitätsbibliothek Kiel

Illustration: Theodor HosemannEine Illustration des Märchens "Der Schatten" aus einem Märchenbuch von 1873. Illustration: Theodor Hosemann

Am 2. April jährt sich der Geburtstag von Hans Christian Andersen zum 200. Mal. Dieses Jubiläum sorgt auch in Deutschland für ein gesteigertes Interesse an seiner Person und seinem Werk. Zahlreiche Museen widmen dem bekannten dänischen Dichter Sonderausstellungen, und eine Ausstellung der besonderen Art hält auch die Universitätsbibliothek (UB) Kiel bereit.

Vom 15. Februar bis zum 30. März zeigt das Sondersammelgebiet Skandinavien unter dem Titel "Der lange Schatten. Der unBekannte Hans Christian Andersen und seine Rezeption in der Sondersammlung der UB Kiel" ausgewählte Stücke aus seiner Andersen-Sammlung. Im Foyer der Bibliothek in der Leibnizstraße 9 werden in 13 Vitrinen etwa 90 Bücher zu sehen sein. Texte, Kommentare und Hintergrundinformationen gewähren Einblicke in das Leben und Werk des Märchenerzählers, Dichters und Biographen, die dem Besucher andernorts verwahrt bleiben. Eröffnet wird die Ausstellung am 15. Februar um 17:15 Uhr mit einer allgemeinen Einführung von Literaturprofessor Heinrich Detering.

In drei verschiedenen Themenbereichen wird die Bibliothek "Kostproben aus ihrer qualitativ wie quantitativ außergewöhnlichen Andersen-Sammlung" zeigen, so Dr. Justus Grohmann, Fachreferent für das Sondersammelgebiet Skandinavistik. Ein Bereich widmet sich der weltweiten Verbreitung der Andersen-Märchen, die – in Gesamtausgaben und Auszügen – in 33 Sprachen vorliegen. Darunter sind Übersetzungen ins Arabische, Katalanische, Japanische, Serbokroatische und Walisische. In einem weiteren Bereich wird dem Besucher die Illustrationsgeschichte der Erzählung "Der Schatten" näher gebracht, die ab September ebenfalls Thema der Ausstellung "Schattenspiel. Schatten und Licht in der zeitgenössischen Kunst. Eine Hommage an Hans Christian Andersen" in der Kunsthalle zu Kiel sein wird. Neben dem Text der Erzählung werden in der UB zeitgenössische und moderne Illustrationen von dänischen und ausländischen Künstlern gezeigt. Auch dem unbekannten Hans Christian Andersen versucht die Ausstellung mit etwa 30 weniger bekannten Werken – Gedichten, Tagebüchern, Briefsammlungen, Reiseberichten, Autobiographien – gerecht zu werden. Sie machen den dritten Themenbereich aus.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Lesung im Gewächshaus des Neuen Botanischen Gartens (Am Botanischen Garten 2) am 19. Februar um 13:30 Uhr. Unter der Überschrift "Eine kleine Blume muss man haben" lesen der Botaniker Dr. Martin Nickol und der stellvertretende Direktor der UB, Rainer Horrelt, Pflanzenmärchen von Hans Christian Andersen.

Eröffnung der Ausstellung: 15. Februar, 17:15 Uhr im Foyer der UB
Dauer der Ausstellung: 15. Februar bis 30. März 2005
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9:00 – 22:00 Uhr, Samstag 9:00 – 20:00 Uhr, Eintritt frei
Lesung zur Ausstellung: 19. Februar, 13:30 Uhr im Neuen Botanischen Garten

Kontakt:

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Zentralbibliothek
Dr. Justus Grohmann
Fachreferent für das Sondersammelgebiet Skandinavistik
Leibnizstr.9
24118 Kiel
0431/880-2739
Fax: 0431/880-1596
grohmann@ub.uni-kiel.de