Autonomie ja – aber richtig

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel begrüßt die Absicht der CDU, den Hochschulen mehr Autonomie zu geben. "Autonomie ist ja kein Selbstzweck, sondern ist begründet durch die Einsicht, dass in den Hochschulen zentrale Entscheidungen in Angelegenheiten von Forschung und Lehre sachgerechter getroffen werden können als in Verwaltungen oder außeruniversitären Gremien", erklärt dazu der Rektor, Professor Reinhard Demuth. Wenn Hochschulen sich im Wettbewerb bewähren müssen und die Konsequenzen für Erfolg oder Misserfolg zunehmend selbst zu verantworten und zu tragen haben, müssen sie auch die Möglichkeit haben, zu entscheiden, was sie tun und wie sie etwas tun. Hierfür sind Zielvereinbarungen mit dem Land ein gutes Instrument; ein Landeshochschulrat als übergeordnetes Steuerungsgremium oder gesetzlich verankerte Kooperationspflichten mit Hamburg dagegen schlechte.

Als "nicht sinnvoll und völlig unakzeptabel" wird ein Vorschlag der CDU zur Trennung von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre in der Kieler Universität bewertet. "Die Wirtschaftswissenschaften sind ein wichtiger Schwerpunkt der Universität, hierfür sind Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre und möglichst enge Verbindungen beider Bereiche mit dem Institut für Weltwirtschaft unabdingbare Voraussetzungen", so Professor Demuth.