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Bundesumweltministerin zu Gast auf kanadisch-deutscher Ozeankonferenz

Universitäten in Kiel und Halifax stärken Zusammenarbeit auf den Gebieten der nachhaltigen Meeresforschung und des marinen Technologietransfers

Vom 19. bis 21. September trafen sich im kanadischen Halifax rund 70 Meeresforschende aus Kiel und Nordamerika, darunter rund 20 Forschungs-Alumni der Meereswissenschaften in Kiel, Vertreterinnen und Vertreter der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Dalhousie Universität in Halifax sowie weitere Partner aus deutschen und kanadischen Forschungsinstitutionen, Politik und Wirtschaft. Sie tauschten sich über Themen der Ozeannachhaltigkeit und zur Anbahnung gemeinsamer Konzepte für den marinen Wissens- und Technologietransfer aus. Den Rahmen des dreitägigen Treffens bildete die zweite Forscher-Alumni-Konferenz des Exzellenzclusters „The Future Ocean“ mit dem Titel „Frontiers in Ocean Sustainability – Co-designing research and solutions“ unter der Schirmherrschaft der Alexander von Humboldt Stiftung (AvH). Gefördert wurde die Konferenz vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die zu einem Treffen der Umweltministerinnen und -minister der G7-Staaten zeitgleich nach Halifax gereist war, nutzte die Ozean-Konferenz für informelle Gespräche über aktuelle Forschungsansätze in Kiel und Halifax etwa zu den Auswirkungen von Plastikmüll auf das Ökosystem Ozean oder zu gemeinsamen Lösungsansätzen von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. „Die Meeresumwelt ist durch menschliche Einflüsse stark belastet. Für globale Lösungen brauchen wir daher dringender denn je den Schulterschluss zwischen Politik und Wissenschaft. Den ausgesprochen konstruktiven Austausch mit der Bundesumweltministerin haben wir genutzt, um über die Themen der Kieler Meeresforschungsagenda und Konzepte für den Wissenstransfer zu diskutieren“, sagt Professorin Karin Schwarz, Vizepräsidentin für Forschung, Technologietransfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der CAU, die für die Kieler Delegation an dem Treffen teilnahm.

Die Zusammenarbeit zwischen Kiel und Halifax im Bereich der Meeresforschung hat eine lange Tradition. „Die Teilnahme so vieler Alumni an unserer Konferenz in Halifax hat die enge Verbundenheit beider Standorte auf dem Gebiet der Meeresforschung erneut deutlich gemacht“, betont Professor Ralph Schneider, Direktor Kiel Marine Science (KMS) an der Universität Kiel und Sprecher des Exzellenzclusters. „Konferenzen zum Thema Ozean sind ein idealer Rahmen, um mit ehemaligen Kieler Meereswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Kontakt zu bleiben. Für Nachwuchsforschende sind sie eine ideale Gelegenheit, neue Forschungsumgebungen kennenzulernen“, so Schneider weiter.

Um ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit und der Umsetzung des Ozean-Ziels (SDG 14) der 2030-Agenda der Vereinten Nationen drehte sich die dreitägige Forscher-Alumni-Konferenz, die federführend vom Kieler Exzellenzcluster „The Future Ocean“ und den kanadischen Partnern Dalhousie Universität, Ocean Frontier Institute (OFI) und dem Centre for Ocean Ventures & Entrepreneurship (COVE) organisiert wurde. Auf dieser präsentierten insbesondere ehemalige und gegenwärtige Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Kiel und Halifax ihre Forschung und zeigten Perspektiven zu den Themen „Fischerei und Aquakultur“, „Die Rolle des Ozeans im Klimasystem“, „Ozean Governance“ und „Ozean-Beobachtung“ auf. Den Abschluss bildete am dritten Konferenztag ein Dialog über den marinen Technologie- und Wissensaustausch, zu der auch Vertreter aus dem Kieler Wirtschaftsministerium und von maritimen Verbänden Deutschlands mit nach Halifax gereist waren. Im Fokus stand dabei die Frage, wie der transatlantische Transfer von Wissen in den Bereich Wirtschaft gelingen kann und welche Rahmenbedingungen für technologische Umsetzungen geschaffen werden müssen.

„Die dreitätige Konferenz und der Austausch mit den kanadischen Kolleginnen und Kollegen hat erneut die ausgezeichnete Kooperation beider Länder auch auf dem Gebiet der internationalen Nachwuchsförderung und des Technologietransfers gezeigt“, resümiert Karin Schwarz zum Ende der intensiven Konferenztage.

Weitere Informationen über die Konferenz „Frontiers in Ocean Sustainability – Co-designing research and solutions“:

Kontakt:

Dr. habil. Gesche Braker
Geschäftsführerin des Postdoc-Zentrums an der CAU und Koordinatorin des IMAP-Netzwerkes des Exzellenzclusters „The Future Ocean“
E-Mail: gbraker@uv.uni-kiel.de

 

Kontakt:

Dr. Wiebke Müller-Lupp
Koordination für transdisziplinäre Ozeanforschung im Exzellenzcluster „The Future Ocean“/Kiel Marine Science (KMS)
E-Mail: wmueller-lupp@uv.uni-kiel.de

 

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