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Das Sein und die Tankstelle

Reihe „Filmisches Philosophieren“ in der Pumpe

Am Dienstag, 15. Januar, zeigt das Kino in der Pumpe „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“. Der Film ist Teil der Reihe „Filmisches Philosophieren“, die das Philosophische Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit dem Kino in der Pumpe e. V. veranstaltet. Die Reihe bietet ein Forum, Film als Medium der Reflexion und Diskussion philosophischer und gesellschaftlicher Fragen zu begreifen.

Sommerhitze. Die Zwillinge Robert und Elena liegen im Gras und bereiten sich auf Elenas Abiturarbeit in Philosophie vor. 48 Stunden lang sind die sommerliche Wiese, der Wald und ein See ihr Universum. 48 Stunden, sich von Kindheit und der Symbiose der Zwillingswelt zu lösen. Zwillingsspiele, Wetten, Gespräche über Philosophie. Je mehr sie kämpfen, um voneinander loszukommen, desto mehr zieht es sie in ihre gemeinsame Welt. Als das Wochenende vorbei ist, ist nichts mehr, wie es vorher war. „Der Grund der Zeit ist die Hoffnung", sagt eine der Figuren in diesem dreistündigen Film. Das ist ein erstaunliches Statement in einer Versuchsanordnung, die zwischen unschuldiger Landschaft und dem Transitraum Tankstelle, zwischen Inzest, Gewalt und vor allem sehr viel Heidegger angesiedelt ist.

Wie der Film diese Beobachtung umsetzt, was er an Philosophie mobilisiert und wie "merkwürdig mystische Sätze" zu Bildern werden, die letztlich Zeit und Hoffnung verbinden möchten – diese Fragen werden von Privatdozent Dr. Thomas Meyer in einem Kurzvortrag thematisiert und anschließend mit dem Publikum diskutiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Das Wichtigste in Kürze
Was: Reihe „Filmisches Philosophieren“: Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot
Wann: Dienstag, 15.01.2018, 18.30 Uhr
Wo: Kino in der Pumpe (Haßstraße 22, www.diepumpe.de), mit Eintritt

Kontakt:

Dr. Andrea Klonschinski
klonschinski@philsem.uni-kiel.de

Tobias Oertel
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation