DFG fördert Kieler Verbundprojekt zum Forschungsdatenmanagement

Idee der Generic Research Data Infrastructure GeRDI
Foto: ZBW/GeRDI-Projektkonsortium

Die Zukunft der Wissenschaft ist digital. Immer komplexere und detaillierte Messverfahren erzeugen immer mehr und größere Datensätze. Jetzt sollen die Server, auf denen sie gespeichert werden, virtuell vernetzt werden. Dadurch können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig von überall auf alle Daten zugreifen, die ihre Kolleginnen und Kollegen erstellt haben, und diese für ihre Arbeit nutzen. Gefördert wird das Verbundprojekt GeRDI (Generic Research Data Infrastructure) mit rund 3 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). An den Standorten Dresden, Kiel und München sollen zunächst Pilotsysteme installiert werden. In einer zweiten Phase soll der deutschlandweite Ausbau der wissenschaftlichen Cloud-Anwendung erfolgen. 1,6 Millionen Euro erhält dafür allein das Kieler Konsortium, dem die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Fördersumme 782.000 Euro.) angehören. Beteiligt sind außerdem die universitären Kieler Meereswissenschaften (Kiel Marine Science) und das GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Teilprojektleiter Professor Wilhelm Hasselbring vom Institut für Informatik der CAU bewertet die Initiative als wegweisend für die Zusammenarbeit von Universitäten, Höchstleistungsrechenzentrum und außeruniversitären Forschungseinrichtungen: „Diese Bewilligung bestätigt unsere bisherigen Arbeiten im Kontext des Forschungsdatenmanagements. An der CAU werden wir in GeRDI initial im Kontext des Exzellenzclusters Future Ocean mit der Verknüpfung von wirtschaftswissenschaftlichen und meereswissenschaftlichen Daten für die Fischerei-Forschung starten. Die Forschungsarbeiten im CAU-Schwerpunkt Kiel Marine Science werden dadurch erheblich gestärkt und gewürdigt.“