Die Kieler Universität – ein Ideenreich

Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie in Kiel
© Jürgen Haacks, Uni KielDas Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie in Kiel wird am 5. Oktober 2006 Schauplatz der Aktion "365 Orte im Land der Ideen".

Die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel ist einer von 365 Orten im Land der Ideen – der Standortinitiative für Deutschland. Das verkündete am Montag (05.12.05) Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltungsserie des Bundes öffnet die Universität an der Ostsee – konkret das Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie – am 5. Oktober 2006 seine Räume für die Öffentlichkeit. Unter dem Titel "Die angeborene Immunabwehr – Wie Körperoberflächen uns vor Infektionen schützen" erleben die Besucher bei Rundgängen durch die Labore und bei Experimenten Lebenswissenschaften hautnah an der Seite der Forscher. Auf diese Weise soll Verständnis für die Molekularbiologie und die Genforschung geweckt werden, die für die Medizin außerordentlich wichtig sind.

Die CAU wurde unter 1200 Bewerbungen ausgewählt, Deutschland als Land der Wissenschaft zu vertreten. Ziel der Kampagne ist es, an jedem Tag im Jahr 2006 einen Ort mit einer Idee zu präsentieren, um im In- und Ausland zu zeigen, wie innovativ, weltoffen und begeisterungsfähig der Standort ist. Als einer der Gewinner des Wettbewerbs wird Kiel auch Teil eines Reiseführers, den die Initiative Anfang 2006 herausgibt.

Der Prorektor der CAU, Professor Thomas Bauer, freut sich, dass die Wahl der Expertenjury auf das Kieler Projekt gefallen ist. Überrascht aber ist er nicht: "Ideenreich, zukunftsfähig, engagiert – wo, wenn nicht an unserer Universität werden diese Qualitäten tagtäglich gelebt. Schön, dass wir das so von offizieller Seite bestätigt bekommen."

Mit der körpereigenen Abwehr rückt die Universität an der Ostsee einen Themenbereich ins Licht, der alle Menschen berührt, aber vielen weitestgehend unbegreiflich ist. Das soll sich an diesem Tag im Oktober ändern. An der Kieler Förde ergründen Biologen, Mediziner und Ernährungswissenschaftler, was lebende Organismen befähigt, sich gegen allgegenwärtige Mikroorganismen zu wehren, die mit Haut und Schleimhäuten in Berührung kommen. Damit ist die CAU quasi eine Keimzelle für Ideen rund um dieses Thema: Hier entdeckten Forscher Hautschutzfaktoren, spürten verantwortliche Gene für schlecht funktionierende Hautbarrieren auf und entwickeln Wirkstoffe, die das Abwehrsystem der Haut stärken. Weitere Informationen: www.land-der-ideen.de