Die Nobelpreisträgerinnen und -träger von morgen fördern

Lehrkräfte testen eine Experimentierstation zum Thema „Schichtdicke von Seifenblasen“ für schulische Fördermaßnahmen.
Copyright/Foto: Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau

Zur diesjährigen Nobelpreisträgertagung in Lindau am Bodensee (30. Juni bis 5. Juli) wurden 21 besonders engagierte Chemielehrerinnen und -lehrer eingeladen, die ihre Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise gefördert haben. Um ihnen weitere Impulse für die Förderung junger Talente zu geben, hat das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) gemeinsam mit dem Tagungskuratorium ein besonderes Fortbildungsprogramm („Teaching Spirit“) für die ausgezeichneten Lehrkräfte arrangiert. Dabei konnten sie sich vom klick!:labor des Sonderforschungsbereichs (SFB) 677 „Funktion durch Schalten“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie dem vom schleswig-holsteinischen Wissenschaftsministerium geförderten Projekt „Planspiel Wissenschaft“ für den eigenen Unterricht inspirieren lassen.

Wie lassen sich Schülerinnen und Schüler in den Naturwissenschaften innerhalb und außerhalb der Schule am besten fördern? Diese Frage diskutierten Dr. Stefan Schwarzer und Wilfried Wentorf vom IPN gemeinsam mit den ausgezeichneten Lehrerinnen und Lehrern. Im Gepäck hatten sie das Konzept für das Schülerlabor „Klick!“, das in der Kieler Forschungswerkstatt Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe, aber auch bereits aus der Grundschule, die Arbeit der Spitzenforscherinnen und -forscher des SFBs näher bringt. An verschiedenen Experimentierstationen beispielsweise zu molekularen Schaltern, magnetischen Flüssigkeiten oder zur Bionik testeten die Chemielehrerinnen und -lehrer aus, wie Brücken zwischen Schulunterricht und Forschung geschlagen werden können.

„Unser Ziel ist es, mit dem Projekt aktuelle und bedeutsame Forschung für Bildung und Öffentlichkeit motivierend und verständlich zugänglich zu machen“, erklärte Schwarzer. Von einer Zusammenarbeit der Schulen mit außerschulischen Angeboten wie dem Schülerlabor profitierten beide Seiten: „Das Klick-Labor bietet für Lehrerinnen und Lehrer eine gute Möglichkeit, sehr talentierte Schülerinnen und Schüler zu fördern. Zeitgleich wecken wir früh das Interesse für ein Studium oder einen Beruf in den Naturwissenschaften“, sagte Wentorf.

Die Präsentation des Kieler Konzepts überzeugte neben den Lehrkräften auch das Kuratorium der Nobelpreisträgertagung: Im Bereich Talentförderung und authentischer Vermittlung von Forschung in den Naturwissenschaften möchte es zukünftig enger mit dem IPN zusammenarbeiten.

Weitere Informationen zum klick!:labor:

www.forschungs-werkstatt.de

Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich 677:

www.sfb677.uni-kiel.de