„Die (Un-)Wahrheit der Bilder“

Die (Un-)Wahrheit der Bilder: Reality-Modi in TV und Kino

Die klassischen Kategorien „Dokumentation“ und „Fiktion“ weichen zunehmend auf, und die Grenzen zwischen diesen Polen verwischen. TV-Formate und Kinofilme spielen mit authentifizierenden Signaturen, und die Menge solcher Filme und TV-Produktionen, die offensiv den inhaltlichen Wahrheitsbezug und die beglaubigende Präsentationsform gegeneinander ausspielen, wird ständig größer. ‚Doku-Fake‘, ‚mockumentary‘ und ‚scripted reality‘ sind hier nur einige Stichworte, mit denen die Unsicherheit darüber beschrieben werden kann, welchen Realitätsstatus die Darstellungsform hat.

Die Tagung „Die (Un-)Wahrheit der Bilder“ will sich in diesem Feld insbesondere zwei Themen widmen. Einerseits lassen sich immer mehr Authentifizierungen von Medienangeboten auch dort beobachten, wo die Texte prinzipiell und durchaus nachvollziehbar fiktional operieren (‚scripted reality‘). Andererseits wird der Frage nachgegangen, welche Konsequenzen es für die Wahrnehmung einer dominant medial vermittelten Umwelt hat, wenn routinemäßig dokumentarische Signaturen an die Stelle fiktionalisierender Signaturen treten; wenn also solche Erzählungen, die ursprünglich der Kategorie des Fiktiven zuzuordnen wären, zunehmend im dokumentarischen Modus produziert werden. Die Tagung wird vom Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ausgerichtet.

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Wissenschaftliche Tagung „Die (Un-)Wahrheit der Bilder“

Wann: 26. März, 9:00 Uhr, bis 28. März, 12:30 Uhr

Wo: Otto-Hahn-Hörsaal, Otto-Hahn-Platz 2, 24118 Kiel

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Besuch der Abendveranstaltung in der ‚Pumpe‘ am 27. März kostet den regulären Eintritt.

Kontakt:

Dr. Willem Strank

Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der CAU

Tel. 0431/880-3408

E-Mail: wstrank@ndl-medien.uni-kiel.de