Doktorandin aus Korea erhält siebten DAAD-Preis

Am 15. Oktober überreicht der Rektor der CAU, Professor Reinhard Demuth, im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung den DAAD-Preis 2003 an No-Eun Lees Doktorvater Professor Heinrich Detering (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien). Die Koreanerin Lee hat kurzfristig einen Lehrauftrag an der Universität Seoul (Korea) erhalten. Der mit 800 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Studienleistungen, gepaart mit Engagement innerhalb und außerhalb der deutschen Universitäten.

Die 36-jährige No-Eun Lee qualifizierte sich für den Preis durch ihr bemerkenswertes interkulturelles, gesellschaftliches und fachliches Engagement. Sie engagierte sich als Mitarbeiterin im Koreanischen Studentenverein und in der evangelischen Koreanischen Gemeinde in Kiel, u. a. als Schatzmeisterin. Sieben Jahre lang war sie auch als Delegierte bei der Dachorganisation für koreanische Studenten in Europa tätig. Diese Aufgaben haben sich für sie aus demselben Beweggrund ergeben, der sie auch nach Schleswig-Holstein und zu Storm geführt hat: dem Wunsch, zum kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern beizutragen. Aus demselben Grund hat sie auch öffentliche Vorträge gehalten, beim "Rotary-Club", der sie gefördert hat und bei "amnesty international" (über die Entrechtung von Frauen in Korea während des zweiten Weltkriegs). Schließlich hat sie hier auch mehrere Bücher aus dem Deutschen ins Koreanische übersetzt, darunter Hermann Hesses Erzählung "Knulp". Ihre Dissertation über Theodor Storm (Thema: Erinnerung und Erzählprozess in Theodor Storms frühen Novellen (1848-1859)) wurde mit "sehr gut" bewertet.

Gestiftet wird der "Preis für ausländische Studierende" vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die Schleswig-Holsteinische Landesuniversität verleiht den Preis zum siebten Mal.