Evolution ganz einfach

Bildunterschrift: Eine Neandertaler-Familie im kroatischen Krapina-Museum. Professor Johannes Krause berichtet beim Darwin-Tag unter anderem über ihr Verwandtschaftsverhältnis zum modernen Menschen.
Foto: Johannes Krause, Copyright: Johannes Krause, Neandertal group by Atelier Daynes, Paris

Wie nah sind wir mit dem Neandertaler verwandt, woher stammt der Mensch? Was kann die Industrie von Tierhäuten und anderen biologischen Oberflächen lernen? Können ausgestorbene Tiere wie im Film "Jurassic Park" wieder zum Leben erweckt werden? Diese und andere Fragen beantworten fünf Wissenschaftler beim Darwin-Tag des Zoologischen Museums am Donnerstag, 30. September. Schülerinnen und Schüler ab der 11. Jahrgangsstufe sowie interessierte Laien sind eingeladen, mehr über das Thema Evolution zu erfahren. Die Veranstaltung im Audimax der CAU, Christian-Albrechts-Platz 2, beginnt um 9:00 Uhr und endet gegen 12:30 Uhr. Das Zoologische Museum bittet um Anmeldung unter paedagogik@zoolmuseum.uni-kiel.de oder 0431/880-5170.

Das komplexe Phänomen der Evolution beleuchten die Wissenschaftler allgemeinverständlich anhand von verschiedenen Beispielen. So erläutert Professor Johannes Krause von der Universität Tübingen in seinem Vortrag das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem modernen Menschen und dem Neandertaler. Krause ist bekannt für seine Arbeit am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Er entdeckte mit der DNA eines einzigen Fingerknochens eine bisher unbekannte Menschenform, die vor 30.000 bis 50.000 Jahren im südrussischen Altai-Gebirge lebte.

Der Darwin-Tag findet dieses Jahr bereits zum zweiten Mal statt. Er wurde erstmals 2009 aus Anlass des 200. Geburtstages des Naturforschers Charles Darwin ausgerichtet. "Die Resonanz war so überwältigend, dass wir uns entschlossen haben, diese Veranstaltung jedes Jahr anzubieten", so Professor Thomas Bosch, Vizepräsident der CAU. Er ist begeistert von der besonderen Atmosphäre beim Darwin-Tag, der Besucher aus ganz Schleswig-Holstein anzieht: "Wenn über 1.200 Schülerinnen und Schüler gebannt und mucksmäuschenstill dem Dozenten lauschen, dann zeigt das, wie spannend Biologie sein kann. Wir sehen es als Aufgabe der Universität, komplexe Themen wie Evolution für alle zugänglich zu machen."

Das Programm des Darwin-Tages ist im Internet abrufbar unter:

www.uni-kiel.de/download/pm/2010/2010-148-darwintag-2010.pdf