Fakultätsfeier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät

Bundesverfassungsrichterin Professorin Doris König hielt das Grußwort. Foto: Lorenz Oberdoerster

In gewohnt festlicher Atmosphäre begrüßte die Dekanin Professorin Kerstin von der Decken am Freitag, 10. November, rund 500 Gäste auf der Fakultätsfeier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Sie gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihren Abschlüssen und betonte: „Sie sind durch eine harte Schule gegangen. Aber Sie haben auf diesem Wege etwas Großartiges erlernt. Setzen Sie Ihre erworbene Fähigkeit, juristisch klar und präzise zu denken, ein: Sorgen Sie für Objektivität, für gerechte Lösungen und durchdachte Entscheidungen. Und denken Sie dabei ab und zu auch zurück an Ihre alma mater an der Kieler Förde“.

Das Grußwort hielt in diesem Jahr die Bundesverfassungsrichterin Professorin Doris König, die Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) studierte, am Walther-Schücking-Institut der CAU promovierte und sich in Kiel habilitierte. Professorin König betonte in ihrer Rede an die Absolventinnen und Absolventen: „Die für selbstverständlich gehaltenen demokratischen Strukturen und Werte sowie der europäische Integrationsprozess sind durch unterschiedliche Vorgänge in Gefahr geraten. Es ist die Verantwortung jeder einzelnen Juristin und jedes einzelnen Juristen, Position zu beziehen und zu überlegen, wie sie oder er sich persönlich für den Fortbestand unserer Demokratie und unserer Werte einsetzen kann.“

Im Anschluss erhielten die Diplom-Juristinnen und Diplom-Juristen ihre Urkunden und die neu Promovierten Ihren Doktorhut. Geehrt wurden ebenfalls acht Promovierte, die vor 50 Jahren ihre Promotion an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät abgeschlossen haben. Sie erhielten eine Urkunde mit goldenem Rahmen.

„Das juristische Studium ist eine lohnenswerte Grenzerfahrung, sowohl inhaltlich als auch persönlich“, hob Dr. Maximilian Reßing in seiner Ansprache hervor. Er beschäftigte sich in seiner Dissertation, für die er mit dem Fakultätspreis geehrt wurde, mit der Grundrechtskonkurrenz.