Universität

Fast 40 000 Kieler brauchen die Hochschulen

Die sechste und vorerst letzte Ausgabe der Aktion "Bildungsnotstand im Land" zeigt auf, dass die Kieler Hochschulen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region darstellen. Die Arbeitsgruppe Bildung, die im Auftrag des Senats der Kieler Universität arbeitet, rechnet vor, wie viele Menschen direkt und indirekt mit den Kieler Hochschulen in Zusammenhang stehen.

Wichtige Textpassagen der sechsten Ausgabe lauten:

"In Kiel arbeiten an den drei Hochschulen, an der Uni-Klinik und an den weiteren Forschungs­einrichtungen insgesamt etwa 10.000 Personen. Hier werden mehr als 25.000 Studierende ausgebildet. Summa summarum sind das über 35.000 Menschen, ... die Miete zahlen und Nahrungsmittel, Kleidung etc. kaufen...

Zudem werden Sach-, Bau- und Investitionsausgaben für Lehre und Forschung getätigt.... Was die Politiker im Land offenbar übersehen: Die Menschen an den Kieler Hochschulen stellen über 10% der Stadtbevölkerung. Ein nicht unwesentlicher Wirtschaftsfaktor, der... weiteren 3.800 Menschen in Kiel und der Region Lohn und Brot bringt, zusätzlich zu den Arbeitsplätzen an der Uni und am Klinikum ... In der heutigen "Wissensgesellschaft" siedeln sich Wirtschaftsunternehmen ... dort an, wo sie ... Zugriff auf erstklassige Absolventen hervorragend ausbildender Institutionen haben... Wer die Uni als Wirtschaftsfaktor unterschätzt, gefährdet den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein als Ganzes."

Unter dem Motto "Bildungsnotstand im Land" wendet sich die Kieler Universität seit dem 18. November direkt an die Bürger. Die Flugblätter werden in der gesamten Stadt und auf dem Campus verteilt. Sie stellen in regelmäßiger Abfolge Probleme dar, die sich aus dem finanziellen Desaster im Bildungsbereich ergeben. Vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) wird die AG Bildung darin uneingeschränkt unterstützt. Die jeweils aktuelle Variante der Flugblätter ist auch im Internet zu finden:

www.uni-kiel.de/mitteilungen/bildungsnotstand6.html