Förderzusage zu Hochschulerfindungen aus Berlin

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich zu einer Weiterförderung der "Verwertungsoffensive" für die Jahre 2004 – 2006 mit einer Festbetragsfinanzierung von jährlich 302.000 € entschlossen. Eine entsprechende Zusage ging heute bei der Universität Kiel ein, die das Projekt koordiniert. Der Gesamtförderbetrag liegt zwischen 900.000 und 1 Mio. Euro.

Damit wird es den beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land Schleswig-Holstein erleichtert, das erfolgreiche Wirken "ihrer" Patentverwertungsagentur (PVA SH GmbH) weiter zu finanzieren und die aus den Erfahrungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so positiv bewertete Rolle des "Dienstleisters" für die Erfindungen auch in nächster Zukunft zu übernehmen. Darüber hinaus gewährt das BMBF für 2004 einen Bonus von 20 Prozent und zeichnet damit die Leistung der PVA SH GmbH zusätzlich aus.

Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes haben in der Zeit seit Gründung der PVA SH GmbH im Februar 2002 aus der gesamten Menge der Erfindungsmeldungen vierundfünfzig Forschungsergebnisse zu Patenten anmelden können. Der Anmeldung war jeweils eine Prüfung durch die PVA vorausgegangen, inwieweit die Erfindungen eine Verwertungschance erkennen ließen. Die Hochschulen sind damit ihren neuen Verpflichtungen aus der Änderung des Arbeitnehmererfindergesetzes mit professioneller Hilfe erfolgreich nachgekommen.

Mit der Förderung des BMBF wird es möglich, die bestehende Struktur zu erhalten, die aus einem Geschäftsführer und vier Scouts besteht (je einer für die Bereiche Biotechnologie, Informationstechnologie, Ingenieur- und Naturwissenschaften und Medizintechnik). Dem gemeinsamen Anliegen von Wissenschaft und Wirtschaft, eine schnelle Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, voranzutreiben, kann so Rechnung getragen werden.