Funktionsmorphologe und Biomechaniker Stanislav Gorb erhält Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille

Stanislav Gorb
© purpur, Uni KielProf. Stanislav Gorb

Die Deutsche Zoologische Gesellschaft (DZG) vergibt in diesem Jahr zum 19. Mal die Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille. Sie geht an den Biologen, Materialwissenschaftler und Bioniker Prof. Dr. Stanislav N. Gorb vom Zoologischen Institut der Universität zu Kiel. Die Auszeichnung gilt als bedeutendster Wissenschaftspreis der Zoologie im deutschsprachigen Raum. Sie würdigt herausragende wissenschaftliche Lebenswerke, die mehrere biologische Disziplinen integrieren und von breiter Bedeutung sind. Die Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille ist mit 10.000 Euro dotiert.

Stanislav Gorb erhält den Preis für seine originelle und vielseitige Verknüpfung von Morphologie, Biomechanik und Bionik. Der Preisträger ist ein innovativer und erfolgreicher Forscher, der sich durch einen hohen Grad an Interdisziplinarität ausweist. Er interessiert sich besonders für biologische Oberflächen mit spezifischen Reibungs- oder Adhäsionseigenschaften. So hat er beispielsweise die Haftorgane der Insekten, Spinnen und Geckos analysiert und aufgrund dieser Erkenntnisse eine spezielle Folie mitentwickelt, die auf verschiedenen Oberflächen haften und immer wieder abgezogen werden kann. Untersuchungen an westafrikanischen Gabunvipern führten zur Entdeckung von einzigartigen ultraschwarzen, Wasser abweisenden und selbstreinigenden Strukturen. 

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