Galileo trifft die Schlange des Pharao

Bildunterschrift: Dreharbeiten im Chemie-Hörsaal: Jens Walther (2.v.r.) erklärt Galileo-Reporter Felix von Sassen (r.) das Experiment „Schlange des Pharao“.
Copyright: CAU, Foto: Denis Schimmelpfennig

Ein weißes Pulver, woraus nach dem Anzünden schier endlos wachsende, gelbe Schlangen emporwachsen? Dem Geheimnis der „Schlange des Pharao“, einem beliebten Schauexperiment auf Jahrmärkten des 19. Jahrhunderts, ging ein Fernsehteam für das Wissensmagazin Galileo heute (Donnerstag, 21. Februar) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf den Grund. Unter den gespannten Augen von Galileo-Reporter Felix von Sassen rührte Dr. Jens Walther, CAU-Alumnus und „Hauschemiker“ der Sendung, die Quecksilberverbindung an. Der Effekt nach dem Entzünden der Substanz: Eine schaumartige Masse, die immer neue Arme bildet, schließlich erstarrt und eine Hülle aus Quecksilbersulfid zurücklässt.

Das Experiment, das als Scherzartikel besonders bei Kindern vor Jahrzehnten noch sehr beliebt war, ist hoch giftig. Um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen, werden heute alternativ Emser Pastillen verwendet. Der Name geht auf eine biblische Geschichte zurück, in der Moses seinen vor den Pharao niedergeworfenen Stab in eine Schlange verwandelt.

Der Beitrag wir voraussichtlich am 6. März in der Sendung Galileo ausgestrahlt.