Gentechnik in der Landwirtschaft

Pflanzenkeimling im Anzuchtglas
© Jürgen Haacks, Uni KielDieser gentechnisch veränderte Pflanzenkeimling wächst in einem Nähragar heran. Derartige transgene Pflanzen bilden den Ausgangspunkt für Saatgutsorten.

Der Experte für Pflanzenzüchtung und Gentechnik, Professor Christian Jung, spricht am Donnerstag, 21. September, um 20 Uhr darüber, wie Nutzpflanzen mit gentechnischen Methoden verbessert werden können. Im Rahmen einer internationalen Pflanzengenetik-Tagung unter Leitung des Kieler Professors Frank Kempken lädt die Christian-Albrechts-Universität zu diesem öffentlichen Vortrag in ihr Zoologisches Museum, Hegewischstraße 3. Der Eintritt ist frei.

"Der Mensch hat sich die Natur nutzbar gemacht, indem er Pflanzen zu seinen Zwecken genetisch verändert hat", sagt Christian Jung. Als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der molekularen Pflanzenzüchtung erhielt er 2005 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Der öffentliche Abendvortrag ist Teil eines umfassenden viertägigen Fachprogramms, denn Kiel wird vom 20. bis 23. September Treffpunkt von rund 230 Wissenschaftlern aus aller Welt sein. Erstmals organisieren die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenzüchtung und die Deutsche Gesellschaft für Genetik hier eine gemeinsame Konferenz, auf der Grundlagenforscher und Pflanzenzüchter ihre Erfahrungen austauschen. In sieben Symposien werden die aktuellen Schwerpunkte der pflanzlichen Genetik und Gentechnik diskutiert: von der Epigenetik – welche die Signale der Zelle erforscht, die Gene ein- oder ausschalten – bis zur Genomik, der Analyse ganzer Genome. Damit das Bewusstsein für diese aktuellen Themen auch in den Schulen Einzug hält, nehmen fünf Biologielehrer aus Realschulen und Gymnasien in Schleswig-Holstein an der Tagung teil.

Ein Foto zum Thema steht zum Download bereit unter:
www.uni-kiel.de/download/pm/2006/2006-074-1.jpg
Bildunterschrift: Dieser gentechnisch veränderte Pflanzenkeimling wächst in einem Nähragar heran. Derartige transgene Pflanzen bilden den Ausgangspunkt für Saatgutsorten.
Copyright: CAU, Foto: Jürgen Haacks

Umfangreiches Pressematerial zur Konferenz mit Programm, Informationen zu den Referenten und den einzelnen Symposien gibt es im Internet unter: www.uni-kiel.de/Botanik/Kiel2006/gene-kiel.html. Medienvertreter sind auch zur Eröffnungsveranstaltung mit Staatssekretär Jost de Jager am Mittwoch, 20. September, um 13 Uhr, im Hörsaal E62 des Biozentrums, Am Botanischen Garten 1-9, herzlich eingeladen.

Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Botanisches Institut und Botanischer Garten
Prof. Dr. Frank Kempke
0431/880-4274
Fax: 0431/880-4248
fkempken@bot.uni-kiel.de