Forschung | Lebenswissenschaft | Medizin

Gestörte Verdauung innerhalb von Darmepithelzellen fördert Entzündung

Organoide, hier mit 400facher Vergrößerung unter dem Mikroskop
© Konrad Aden/IKMBOrganoide, hier mit 400facher Vergrößerung unter dem Mikroskop, funktionieren teilweise wie ein echter Darm. Der Mini-Darm für die Forschung wird aus Stammzellen im Labor hergestellt, die zuvor mittels Darmspiegelung bei Mensch oder Versuchstier aus dem Darmgewebe entnommen wurden.

Eine Studie des Exzellenzclusters Entzündungsforschung findet einen Ansatzpunkt für die personalisierte Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

20 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn haben eine Veränderung an dem Gen ATG16L1. Das Gen ist am Autophagieapparat beteiligt, der eine Art Verdauungsmechanismus innerhalb von Zellen darstellt. Was diese Genveränderung im Detail bewirkt, wird schon seit längerem im Exzellenzcluster Entzündungsforschung untersucht. Jetzt hat ein Team um Cluster-Vorstandsmitglied Professor Philip Rosenstiel und Dr. Konrad Aden vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Universität Kiel und der Klinik für Innere Medizin I am UKSH Campus Kiel eine Entdeckung gemacht, die für das Verständnis der Krankheitsentstehung und vor allem auch für die zukünftige Therapie der Betroffenen von Bedeutung ist.

Zur Pressemitteilung des Exzellenzclusters Entzündungsforschung