Global Diving Conference an der Kieler Universität

Unterwasseraufnahme von zwei Tauchern die mit Scheinwerfern auf ein Wrack zusteuern
© Wracktauchen, Claudio ProvenzaniIm November findet an der Kieler Universität die erste internationale Taucher-Konferenz statt.

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel findet am 12. und 13. November die erste Global Diving Conference statt. Initiator dieser international ausgerichteten Konferenz ist der amerikanische Tauchsportverband Global Underwater Explorers (GUE).
An zwei Tagen werden sich in der Landeshauptstadt des nördlichsten Bundeslandes Taucherinnen und Taucher, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachausbilderinnen und Fachausbilder aus aller Welt einem interessierten Publikum präsentieren, um ihr Wissen zu teilen und sich bei Podiumsdiskussionen den Fragen der Teilnehmenden zu stellen. Dabei werden Themen wie Umweltschutz, Tauchtechnik, neue Erkenntnisse im Bereich Tauchmedizin ebenso beleuchtet wie das Forschungstauchen, Unterwasserarchäologie und neue Konzepte für den Einsatz in der Tauchpraxis.
GUE-Präsident Jarrod Jablonski, einer der meist erfahrenen Höhlentaucher der Welt, eröffnet die Konferenz. Anschließend stellt Pierre Yves Cousteau, der jüngste Sohn der Forscher- und Taucherlegende Jacques Cousteau, die neu gegründete Cousteau Society zum Schutz der Meere vor. Weitere Highlights im Programm sind der neuseeländische Tauchmediziner Dr. Simon Mitchell: Seine Spezialität ist es, komplexeste Zusammenhänge verständlich zu erklären. Sein norwegischer Kollege Dr. Alf Brubback, Autor des Standardwerkes „Bennet and Elliott’s Physiology and medicine of diving“, und Dr. J. Imbert, aktiv in der Dekompressionsforschung, liefern ebenfalls spannende Einsichten in die Welt des Tauchens. Alle drei werden in ihren Vorträgen vor allem das Thema Dekompression und die neuesten Erkenntnisse in diesem Bereich beleuchten.
Der Kieler Professor Martin Visbek, stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM Geomar), stellt den Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ vor. Florian Huber, Leiter der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA), nimmt die Tagungsgäste auf Tauchgänge in die Vergangenheit mit und stellt ihnen aktuelle Projektergebnisse vor. Heiß erwartet von den tauchenden Ostseeanrainern werden sicherlich die spannenden Geschichten und neuesten Entdeckungen des Schweden Richard Lundgren, GUE-Tauchausbilder und Wracktauchexperte. Jüngst entdeckte er vor der Küste von Gotland ein Wrack, bei dem es sich wahrscheinlich um das Schiff des Dänenkönigs Valdemar Atterdag aus dem 14. Jahrhundert handelt.
Neben diesen und weiteren Referentinnen und Referenten aus aller Welt werden Teilnehmende aus ganz Europa, aber auch aus Übersee erwartet. Zur Konferenz gehört ein breit angelegtes Rahmenprogramm das unter anderem geführte Exkursionen in die Wikingerstadt Haitabu, einen Besuch beim IFM Geomar, Wracktauchgänge zu Wracks direkt vor der Küste sowie diverse Workshops zum Project Baseline bietet.
Die Konferenz, eines der Großereignisse des Tauchsports 2011 in Deutschland, richtet sich ausdrücklich an alle Tauchsportinteressierten, unabhängig ihrer Verbände und Spezialinteressen.

Das gesamte Programm der Global Diving Conference zum Download, sowie Informationen zur Anmeldung finden sich auf der Webseite der Konferenz unter www.globaldivingconference.com. (Der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) vergibt für die Teilnahme an dieser Veranstaltung acht Fortbildungsstunden an seine Ausbilder.) Journalisten akkreditieren sich bitte über ceulitz@uv.uni-kiel.de, 0431/880-7110.

Kontakt:
Global Underwater Explorers (GUE)
info@globaldivingconference.com
www.globaldivingconference.com

Florian Huber M.A.
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie
 flohlys@yahoo.de
www.amla-kiel.de