Agrar & Ernährung

Grünland-Fachleute tagten in Kiel

Wissenschaftlicher Austausch auf internationaler Jahrestagung über Gras und Kleegras in der Landwirtschaft

Anke Erdmann, Staatssekretärin des MELUND eröffnete die 62. AGGF-Jahrestagung
© Dr. Doreen Saggau, Uni Kiel

Anke Erdmann, Staatssekretärin des MELUND, eröffnete die 62. AGGF-Jahrestagung in Kiel.

Im Anschluss an die Internationale Weidetagung, die am 29. und 30. August in Kiel stattfand und sich unter anderem der Produktivität von Kuhweiden in verschiedenen Regionen widmete, kamen vom 30. August bis 1. September erneut viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kiel zusammen. Bei der 62. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Grünland und Futterbau (AGGF) der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften e.V. trafen rund 100 Fachleute aus sieben Nationen aufeinander, um sich über Gras und Klee-Gras auszutauschen. Beide Tagungen wurden vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter Leitung von Professor Friedhelm Taube organisiert und fanden auf dem CAU-Campus statt.

Mit den Worten „Wir hoffen auf die Erhaltung des Dauergrünlanderhaltungsgesetzes“ sprach sich Anke Erdmann, Staatssekretärin des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND), für Dauergrünland auf der AGGF-Jahrestagung aus und setzte damit ein positives Zeichen für die anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das aktuell geltende Gesetz gilt nur noch bis zum Ende des Jahres. 

Professorin Nicole Wrage-Mönnig, Vorsitzende der AGGF, und Professor Friedhelm Taube, Leiter der Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau
© Dr. Doreen Saggau, Uni Kiel

Professorin Nicole Wrage-Mönnig, Vorsitzende der AGGF, und Professor Friedhelm Taube, Leiter der Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau, freuten sich über die gut angenommene Tagung mit rund 100 Fachleuten aus sieben Nationen.

„Schleswig-Holstein widmet mit 32 Prozent Grünland und circa 23 Prozent Ackerfutterbau mehr als 55 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche den Kulturen, die für uns in der AGGF im Fokus stehen“, sagte Professor Friedhelm Taube, Leiter der Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau sowie Tagungsleiter. „Der Schwerpunkt der diesjährigen Tagung liegt auf Gras und Kleegras, da beim einseitigen Anbau von Marktfrüchten wie Getreide sowie beim dauerhaften Anbau von Mais als Futter die Grenzen augenscheinlich erreicht sind. Ein guter Zeitpunkt also, um in der Wissenschaftsgemeinde die Leistungen von Gras- und Klee-Gras hervorzuheben und neu zu justieren.“

Weitere Themen der AGGF-Jahrestagung waren unter anderem die Leistungsfähigkeit von Weideland, Treibhausgasemissionen bei der Milcherzeugung sowie resiliente Agrarsysteme. Resilienz bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Fähigkeit eines Systems aufgrund vielfältiger negativer Rückkopplungen stabil zu bleiben.

Weitere Informationen:

www.gpw.uni-kiel.de/aggf

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