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Grundstein für den ersten Neubau auf dem Anger gelegt

Baufeld Geographie

Auf dem als Anger bekannten Areal der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zwischen Olshausenstraße und Westring entsteht der erste Neubau. In dem Gebäude sollen das Geographische Institut untergebracht werden sowie Seminarräume für die Informatik und Datensicherung des Rechenzentrums. Insgesamt 17 Millionen Euro investiert das Land in den Neubau. Zusätzlich trägt die CAU 1,5 Millionen Euro für die Ersteinrichtung sowie 0,2 Millionen Euro für die Silber-Zertifizierung nach dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen (BNB). Im Sommer 2020 soll das Gebäude fertig werden. Heute (Montag, 20. August 2018) legten Wissenschaftsministerin Karin Prien, GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt, der Präsident der Universität, Professor Dr. Lutz Kipp, und der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Frank Kempken, gemeinsam den Grundstein. Im Zuge der Anger-Gefahrenabwehr entstehen drei weitere Neubauten bis 2022.

„Eine forschungsstarke und profilierte Universität sollte ihre Leistungskraft auch nach außen dokumentieren. Exzellente Wissenschaft braucht ein modernes, funktionales Umfeld. Mit dem neuen Institutsgebäude gehen wir auf diesem Weg einen weiteren wichtigen Schritt weiter“, erklärte Wissenschaftsministerin Karin Prien. „Der Neubau stärkt die Attraktivität der CAU für Studierende und für das wissenschaftliche Personal. Und auch das ist ein Aspekt: Er unterstreicht den Anspruch der Landeshauptstadt als Wissenschaftsstandort. Der Campus-Umbau steht für Aufbruch.“

„Wir legen heute nicht nur den Grundstein für ein neues Gebäude, sondern für ein neues Tor zum Anger“, sagte GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt. „Die Bedeutung des Neubaus wird durch seinen besonderen, polygonalen Grundriss betont. Gleichzeitig ist dies der Beginn für die bauliche Neugestaltung des Angers im Zentrum des Universitätscampus.“

„Endlich werden die Anger-Bauten nicht mehr nur mit Sturmschließung verbunden sein“, betonte Professor Lutz Kipp bei der Grundsteinlegung für den ersten Anger-Neubau. „Das moderne Institutsgebäude für unsere Geographie bildet den Anfang eines neuen Anger-Geländes im Herzen des Campus. Es wird mit Aufenthaltsqualität und besten Bedingungen punkten, die der exzellenten Forschung und Lehre an diesem Ort gerecht werden.“ Professor Frank Kempken, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass die Sektion Geographie ein modernes und innovativ gestaltetes Gebäude erhält, das inspirierende Lehr- und Lernumgebungen schafft.“

Der fünfgeschossige Neubau wird über 3.600 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss entsteht ein moderner Seminarbereich mit studentischen Arbeitsflächen. Beide Geschosse werden durch eine großzügige Freitreppe miteinander verbunden. Im zweiten bis vierten Obergeschoss werden Büros eingerichtet, im fünften Obergeschoss die Gebäudetechnik. Das Gebäude markiert den östlichen Eingang zum Anger und ist auch durch seinen fünfeckigen Grundriss besonders hervorgehoben. Notwendig ist der Neubau, weil eine statische Begutachtung der Anger-Bauten ergeben hatte, dass die verklinkerten Fassaden der sechs Hauptgebäude nicht mehr ausreichend standsicher sind. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich, darum werden die Gebäude in den nächsten Jahren abgerissen. Die GMSH wird dafür drei Neubauten errichten, damit das Institut für Geowissenschaften, das Mathematische Seminar, die agrarwissenschaftlichen Institute, Teile des Rechenzentrums und Teile des Instituts für Informatik ein neues Zuhause erhalten. Bereits 2017 hatten die CAU und die GMSH gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung einen städtebaulichen Rahmenplan für den Anger erarbeitet, der einem langfristigen und ganzheitlichen Konzept folgt. Der Plan legt räumliche Potenziale und Grenzen fest, innerhalb derer bauliche und Hochschulentwicklung stattfinden kann und soll.

Angaben zum Gebäude:

Bauherr: Land Schleswig-Holstein
Bauherrenvertretung: Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR Architekt: bbp Architekten bda
Baubeginn: Juli 2018 (Abriss des Altbaus im Herbst 2016) Fertigstellung: voraussichtlich im Sommer 2020 Nutzfläche: 3.600 Quadratmeter
BNB (Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen): Silber-Zertifikat
Kosten: 17 Millionen Euro (plus 0,5 Millionen Euro für die BNB-Zertifizierung und 1,5 Millionen Euro für die Ersteinrichtung)

Über die GMSH

Die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) übernimmt als zentraler Dienstleister des Landes Schleswig-Holstein die staatlichen Hochbauaufgaben für Bund und Land. Sie bewirt- schaftet die vom Land genutzten Liegenschaften und beschafft Material und Dienstleistungen für die Landesbehörden. Die GMSH bringt jährlich mehr als 600 Millionen Euro an den Markt. Gegründet wurde die GMSH am 1. Juli 1999 mit dem Ziel, durch Bündelung der Bedarfe den Lan- deshaushalt zu entlasten. Neben ihrer Zentrale in Kiel hat die GMSH landesweit zwölf Büros. Mit 1.400 Beschäftigten ist die GMSH eines der größeren Unternehmen in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gmsh.de

Kontakt:

Barbara Müller
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
Telefon: 0431 599-1106
E-Mail:     barbara.mueller@gmsh.de

Claudia Eulitz
Sachgebietsleitung Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation