Herausforderung nachhaltige Aquakultur

Copyright: Gesellschaft für Marine Aquakultur, Büsum

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Aquakultur eine rasante Entwicklung durchlaufen. Stagnierende Erträge aus der Fischerei und die hohe Nachfrage einer wachsenden Weltbevölkerung haben zu einer Versorgungslücke geführt, die heute zunehmend aus Aquakulturen gedeckt wird. Rund 50 Prozent der weltweit konsumierten Fische werden in Aquakulturen produziert – Tendenz steigend. Immer wichtiger werden damit auch Verfahren, die das ökologische Gleichgewicht nicht belasten.

Am Donnerstag, 11. Juni, treffen sich daher mehr als 140 Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste zum 6. Büsumer Fischtag, um über aktuelle Entwicklungen in der Aquakultur zu diskutieren. In diesem Jahr widmet sich die Veranstaltung, die von der Gesellschaft für marine Aquakultur GmbH (GMA) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) organisiert wird, schwerpunktmäßig den Herausforderungen an eine umweltgerechte Aquakultur. Internationale Expertinnen und Experten berichten über neue technologische Entwicklungen beispielsweise für geschlossene Kreislaufsysteme ebenso wie über Chancen und Risiken von ökologisch neutralen Aquakulturverfahren in der Ostsee.

Die Forschung an nachhaltigen Verfahren für die Aquakultur wird in Schleswig-Holstein über die GMA in Büsum und Netzwerke wie dem KNAQ, Kompetenznetzwerk Aquakultur, stark vorangetrieben. „Unser Ziel ist es, die Folgen der Aquakultur für die Gewässer möglichst gering oder sogar neutral zu halten“, sagt Professor Carsten Schulz, wissenschaftlicher Leiter der GMA in Büsum und Professor für Tierzucht an der Kieler Universität. „Die Aquakulturforschung und der Austausch mit Unternehmen für die Entwicklung innovativer Techniken wird dabei zunehmend wichtiger. Wir freuen uns daher sehr über das ausgesprochen hohe Interesse am Büsumer Fischtag“, so Schulz weiter.

Der Büsumer Fischtag gilt deutschlandweit als eines der wichtigsten Branchenforen für die marine Aquakultur. Die jährliche Veranstaltungsreihe wird von der Gesellschaft für marine Aquakultur mbH (GMA) und der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) organisiert und vom Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein unterstützt. Eröffnet wird der 6. Büsumer Fischtag am 11. Juni 2015 um 12:00 Uhr von Staatssekretär Dr. Frank Nägele, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen:

www.aquaculture.uni-kiel.de/SitePages/2015/Fischtag2015.aspx

Das Wichtigste in Kürze:

6. Büsumer Fischtag

Datum: 11. Juni, 12 bis 18 Uhr

Ort: mariCube, Hafentörn 3, 25761 Büsum

Links

www.gma-buesum.de

www.knaq-sh.de/ueber-uns.html

www.tierzucht.uni-kiel.de

Kontakt

Prof. Dr. Carsten Schulz

Wissenschaftlicher Leiter der Gesellschaft für marine Aquakultur (GMA) Büsum

Institut für Tierzucht und Tierhaltung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Telefon: 0431-880-5388, E-Mail: cschulz@tierzucht.uni-kiel.de

Stephanie Schütze

Projektkoordination AquaEdel

Institut für Agrarökonomie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Telefon: 0431-880-4408, E-Mail: sschuetze@aquaculture.uni-kiel.de