Hochschulautonomie weiter stärken

"Wir begrüßen den Koalitionsvertrag sehr, er geht in die richtige Richtung", so Professor Hans Heinrich Driftmann, Vorsitzender des Hochschulbeirates der Kieler Universität. "Die darin enthaltene Stärkung der Hochschulautonomie wird der Universität eine weitere Profilierung ermöglichen." Voraussetzung sei jedoch, so das Gremium weiter, dass die Berufungsvorgänge komplett an die Hochschulen übergingen und sowohl die W 2- als auch die W 3-Professorenstellen dann in der Regie der Universität besetzt werden könnten.

Darüber hinaus sah es der Hochschulbeirat, der heute (19. April) zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung tagte, als unerlässlich an, dass Hochschulvertrag und Zielvereinbarungen unverrückbar Bestand behielten, wie mit der bisherigen Landesregierung vereinbart.

Dem Hochschulbeirat gehören seit Anfang des Jahres folgende Mitglieder an: Peter Deutschland, Landesbezirksvorsitzender DGB-Nord, Prof. Hans Heinrich Driftmann, Präsident der IHK Kiel, Jürgen Heinemann, Chefredakteur der Kieler Nachrichten, Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, Gabriele Wachholtz, Geschäftsführerin Wachholtz-Verlag. Norbert Gansel, ehemaliger Kieler Oberbürgermeister, blieb beratendes Mitglied. Auf der konstituierenden Sitzung am 19. April wurde Hans Heinrich Driftmann einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Weitere Themen des Kooperationsvertrages wurden zustimmend zur Kenntnis genommen: Die finanzielle Konsolidierung der Kliniken müsse unbedingt konsequent vorangetrieben werden. Die Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, besonders auch in Richtung auf gemeinsame Projekte bei der Synchrotonstrahlungsquelle DESY, sei ein wichtiges Ziel. Man begrüßte das Vorhaben der Koalitionspartner, die Förderung eher auf weniger und profiliertere Zentren zu konzentrieren und sich Studiengebühren nicht zu verschließen, sollten die anderen nördlichen Bundesländer (Hamburg und Niedersachsen) hier neue Tatsachen schaffen.