"Hörsaal-Taufe" auf die Namen Geiger und Planck

Professor Alexander Piel (r.) bedankt sich bei Roland Geiger, dem Sohn des großen Physikers Hans Geiger, für das Enthüllen der Bronzetafel im Physikzentrum.
Foto: Sandra Ogriseck, Copyright: Uni Kiel

Nach ihren berühmten Physikern Hans Geiger und Max Planck hat die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) heute (17.06.) zwei ihrer Hörsäle benannt. Im Rahmen des physikalischen Kolloquiums wurde eine Bronzetafel am Eingang des Geiger-Hörsaales in der Leibnizstraße 13 enthüllt. Die Tafel mit dem Namen Max Plancks war bereits während der Planck-Wochen im April an einem der Hörsäle enthüllt worden, die feierliche Namensgebung wurde jetzt verknüpft. "Wir sind stolz darauf, dass die Geschichte der CAU eng mit den Namen dieser großen Physiker verbunden ist. Wir möchten ihnen auf diese Weise Achtung erweisen und dazu anregen, sich mit ihnen zu beschäftigen", erklärt Physik-Professor Alexander Piel.

Hans Geiger – der Vater des berühmten Geigerzählers – lehrte von 1925 bis 1929 in Kiel. Während dieser Zeit erkannten er und sein Doktorand Walther Müller die außergewöhnlich hohe Empfindlichkeit ihres Zählrohrs zur Erfassung von Alpha-, Beta- und Gammastrahlung und bescherten den jungen Gebieten der Kern- und Hochenergiephysik leistungsfähige neue Messmethoden. "Heute gibt es zwar auch andere Detektoren für Radioaktivität. Aber wenn es um den Nachweis geringster Mengen von Radioaktivität geht, ist das international als ›Geiger Counter‹ bekannte Zählrohr immer noch unschlagbar", betont Professor Piel. Geiger war bereits 1909 in Rutherfords Labor an der Entdeckung des Atomkerns beteiligt gewesen.

Der Physik-Nobelpreisträger Max Planck lehrte als außerordentlicher Professor für Theoretische Physik vier Jahre – von 1885 bis 1889 – an der Universität seiner Geburtsstadt Kiel, die ihm 1947 die Ehrenbürgerschaft verlieh. Von den großen physikalischen Entdeckungen Plancks ist der "Quantensprung" die wohl bekannteste. Er bezeichnet in der Physik den sprunghaften Übergang eines Atoms aus einem Energiezustand in den nächsten. Dieser Übergang ist meistens winzig, nicht – wie vom Volksmund oft verwendet – ein "großer Schritt". Plancks Geburtstag jährte sich im April 2008 zum 150. Mal.

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