Internationale Fachtagung an der Uni Kiel

Sigismund von Luxemburg, der Deutsche Orden und Polen-Litauen

Am 5. und 6. Oktober halten die Abteilung für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das

Herder-Institut für Ostmitteleuropaforschung Marburg sowie VIVARIUM – Centre for Research in Medieval Society and Culture, University of Ostrava, in Kooperation mit der Forschungsstelle Deutscher Orden Würzburg und der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung eine internationale Fachtagung in Kiel ab. Anlässlich des 650. Geburtstag Sigismunds von Luxemburg (1368-1437) werfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Kieler Förde einen neuen Blick auf die ostmitteleuropäische Reichweite luxemburgischer Politik. Mehrere wissenschaftliche Tagungen und Sammelbände der jüngeren Zeit haben die Herrschaft Sigismunds zum Gegenstand gehabt. Dabei ist die Erfassung der ostmitteleuropäischen Dimensionen der Politik und Kultur seiner Zeit fast ausschließlich von der Untersuchung der dominanten ungarischen und böhmischen Ausrichtung luxemburgischer Politikentwürfe geprägt gewesen. Dem Stellenwert von Sigismunds Politik im europäischen Nordosten wurde hingegen weniger Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Beiträge der Tagung sollen einerseits die Beziehungen Sigismunds zu den östlichen und nordöstlichen Nachbarn des Reichs neu in den Blick nehmen. Andererseits wird die Perspektive der Handelnden aus dem Bereich der Jagiellonen, des Deutschen Ordens und der Herzogtümer im Osten des Reichs mit Blick auf luxemburgische Ambitionen und Aktionen thematisiert. Weitere Zugänge zum östlichen Europa an der Schwelle vom 14. zum 15. Jahrhundert und zu seinen Hauptakteuren sollen aus einer kunst- und kulturhistorischen Perspektive erschlossen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der vielschichtigen diplomatischen Beziehungen zwischen Sigismund von Luxemburg, dem Deutschen Orden und Polen-Litauen sowie den die Zeit prägenden Ereignissen rund um den „Großen Krieg“ mit der Schlacht von Tannenberg, den Konzilien in Konstanz und Basel oder den langjährigen Hussitenkreuzzügen können hier mittels interdisziplinärer Ansätze neue Einsichten gewonnen werden.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Paul Srodecki
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Historisches Seminar, Osteuropäische Geschichte
Telefon: 0431/880-3451
srodecki@oeg.uni-kiel.de

Gemälde Sigismund
Public domain, Quelle: Wikimedia

Gemälde Sigismund (1369–1437)

 

Das Wichtigste in Kürze:

Datum: 5.-6.10.2018
Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch
Ort: Internationales Begegnungszentrum (IBZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiellinie 5, 24105 Kiel

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