Kann man Fluchtursachen bekämpfen? Und wenn ja, wie?

Trockene Landschaft
© Pixabay, CC0 Creative CommonsAuch Veränderungen in der Umwelt können Fluchtursachen sein.

Die „Bekämpfung von Fluchtursachen“ ist ein zentrales Thema deutscher und europäischer Politik geworden. Doch welche Möglichkeiten haben europäische Staaten tatsächlich, die Einwanderung von Menschen nach Europa zu steuern? Hierzu hält Professor Lutz Berger vom Seminar für Orientalistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Donnerstag, 31. Mai, um 18:15 Uhr einen öffentlichen Vortrag. Er analysiert am Beispiel der Region Maghreb und Westafrika Gründe für die Einwanderung nach Europa.

Um Fluchtursachen bestimmen zu können, müssen zunächst die Motive und Mechanismen der Einwanderung bekannt sein: „Die wenigsten Flüchtlinge, die aus der Region Maghreb und Westafrika nach Europa gelangen, sind Kriegsflüchtlinge“, sagt Berger. „Anders als in Syrien sind Flüchtlinge afrikanischer Kriegsgebiete meist Binnenflüchtlinge oder halten sich in Nachbarländern auf. Sie fliehen oft auch vor absoluter Armut und können sich die teure Reise nach Europa gar nicht leisten“, so Berger weiter. Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die historischen Ursachen der Unterentwicklung und die Perspektivlosigkeit der Jugend in der Region. Schließlich geht Berger auf mögliche Handlungsspielräume westeuropäischer Politik ein.

Interessierte sind herzlich zu dem öffentlichen Vortrag eingeladen. Auch Medienvertreterinnen und -vertreter sind willkommen. Bitte melden Sie sich vorab an unter presse@uv.uni-kiel.de oder unter 0431/880-2104.

Das wichtigste in Kürze:

Was? Öffentlicher Vortrag „(Wie) Kann man Fluchtursachen bekämpfen? Eine kurze Analyse der Ursachen von Unterentwicklung und Auswanderung in der Region Maghreb / Westafrika“

Wann? Donnerstag, 31. Mai 2018, um 18:15 Uhr

Wo? Audimax, Hörsaal D, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel

Kontakt:

Professor Dr. Lutz Berger

Seminar für Orientalistik

Telefon: 0431/880-1372

E-Mail: berger@islam.uni-kiel.de

www.islam.uni-kiel.de